Berlin-Neukölln und -Spandau : Not-OP nach zwei erneuten Schlägereien

Wieder gab es zwei Schlägereien in Berlin, in denen je zwei Gruppen aufeinander trafen - in der Folge wurde ein 32-jähriger Mann notoperiert. Erst am Dienstag hatte es eine Massenschlägerei in Oberschöneweide gegeben.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Am Mittwochabend gab es gegen 19 Uhr eine Schlägerei in Neukölln mit mindestens sieben beteiligten Personen. Gegen Mitternacht gerieten zwei Gruppen in Spandau aneinander, wonach insgesamt fünf Männer zur Behandlung ins Krankenhaus mussten - einer von ihnen zur Not-Operation wegen einer Stichverletzung in den Bauch.

In der Neuköllner Silbersteinstraße soll eine Auseinandersetzung unter Mitgliedern einer Familie eskaliert sein, die nach polizeilichen Erkenntnissen bereits länger im Streit sind. Die Beteiligten werfen sich gegenseitig vor, die anderen angegriffen zu haben. Nach den Aussagen eines 55-Jährigen und einer 46-jährigen Frau auf der einen sowie fünf Männern im Alter von 18, 19, 24, 31 und 56 Jahren auf der anderen Seite, soll die größere Gruppe mit Knüppeln, ihre beiden Kontrahenten mit einem Knüppel und Reizgas bewaffnet gewesen sein.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Bei der Auseinandersetzung erlitten der 55-Jährige und die Frau leichte Kopfverletzungen. Die 18-, 31- und 56-jährigen trugen Augenreizungen davon. Alle Verletzungen wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Bei dem 19-Jährigen, der ebenso leicht am Kopf verletzt und auch ambulant behandelt wurde, fanden die Polizisten ein Messer. Es war offenbar nicht zum Einsatz gekommen, wurde aber beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

In der Neuendorfer Straße in Spandau gerieten nach derzeitigem Ermittlungsstand zwei Gruppen in Streit und schlugen mit Gegenständen aufeinander ein. In der Folge erlitt ein 32-Jähriger eine Stichverletzung in den Bauch. Er wurde im Krankenhaus notoperiert.

Die Hintergründe sind unklar

Ein 23- und ein 36-Jähriger aus der Gruppe des Schwerverletzten erlitten Schnittverletzungen, konnten das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung aber wieder verlassen. Zwei Männer im Alter von 21 und 27 Jahren aus der anderen Gruppe mussten wegen Kopfplatzwunden in einer Klinik ambulant behandelt werden. Die Hintergründe des Streits sind derzeit unklar.

Erst am Dienstagnachmittag waren in Oberschöneweide bis zu 20 Personen in eine Massenschlägerei verwickelt. Alle Beteiligten lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Polizeiangaben zufolge gibt es auch hier noch keine Informationen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung. ffe

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