Berlin-Neukölln : Zehlendorfer Rapper G-Hot am S-Bahnhof Sonnenallee niedergestochen

Der Berliner Hiphop-Künstler G-Hot ist am Wochenende von mehreren Personen über den Siegfried-Aufhäuser-Platz gehetzt, niedergeschlagen und durch zwei Messerstiche schwer verletzt worden.

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Foto: „Aggrogant - Cover“ von Aggro Berlin - Aggro Berlin. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons

Der Berliner Hiphop-Künstler G-Hot (ehemals Jihad) ist am Sonntagmorgen auf dem Siegfried-Aufhäuser-Platz in Neukölln durch Messerstiche schwer verletzt worden. Der 32-jährige Künstler hatte gegen 3.30 Uhr auf dem Platz am S-Bahnhof Sonnenallee auf seine Freundin gewartet, als er laut Polizei aus einer Gruppe heraus erst "verbal angegangen" und dann "unvermittelt" mit einem Messer attackiert wurde. Nach Angaben einer Sprecherin sollen sechs bis zehn Personen an dem Angriff beteiligt gewesen sein.

Der in Zehlendorf aufgewachsene Künstler - mit bürgerlichem Namen Gökhan Şensan - versuchte zu entkommen. Die Angreifer nahmen die Verfolgung auf und brachten ihn zu Fall. Dann wurde der Rapper getreten und geschlagen; außerdem stach einer der Täter ein zweites Mal auf ihn ein. Als ein Ladenbesitzer den Angriff bemerkte, ließen die Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten.

Der 32-Jährige kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, um die Stichverletzungen und Prellungen behandeln zu lassen. Auf seinem Twitter-Account meldete er sich am Montag zu Wort, um sich für die Genesungswünsche von Fans und Kollegen zu bedanken: Er habe viel Blut verloren und fühle sich noch sehr schwach, werde sich aber in den nächsten Tagen zu dem Vorfall äußern. G-Hots Weggefährte Fler hatte schon am Sonntag getweetet, dass er den Verletzten besucht habe - "er konnte reden aber die Sache war knapp", schrieb Fler. Andere Kommentatoren des sozialen Netzwerks spekulierten, dass andere Hiphop-Künstler für den Angriff verantwortlich sein könnten. "Zu Spekulationen äußern wir uns grundsätzlich nicht", kommentierte eine Polizeisprecherin.

Der Rapper G-Hot kommt aus dem Umfeld des ehemaligen Gangsterrap-Labels Aggro Berlin. Dort starteten auch die wesentlich bekannteren Künstler Sido und Bushido ihre Karriere. 2007 hatte er in einem Song zur Gewalt gegen Homosexuelle aufgerufen.

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