Berlin-Neukölln : Zehn Raubüberfalle in einem Monat: SEK nimmt Intensivtäter fest

Das SEK hat einen 19-jährigen Intensivtäter in der Harzer Straße festgenommen. Er soll in nur einem Monat eine Serie von zehn bewaffneten Raubüberfällen begangen haben.

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SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat am Montagabend einen Intensivtäter in Berlin-Neukölln festgenommen. Zuvor hatte ein Richter Haftbefehl erlassen und einen Durchsuchungsbeschluss verfügt. Der Zugriff erfolgte gegen 18.30 Uhr in der Wohnung des Verdächtigen in der Harzer Straße. Auch Zivilpolizisten waren an der Festnahme beteiligt.

Der 19-Jährige soll für eine Serie von mindestens zehn bewaffneten Raubüberfallen verantwortlich sein. Die Taten wurden zwischen dem dem 9. September und dem 3. Oktober in Nord-Neukölln und im Kiez um die Reichenberger Straße in Kreuzberg verübt. Am 27. September soll der Intensivtäter laut Polizei sogar ein Paar in seiner eigenen Straße überfallen haben.

Noch ist unklar, ob der Verdächtige für weitere Taten verantwortlich ist; die Ermittlungen dauern an.

Täter überfiel Frauen, Pärchen, Touristen

Laut Polizei hatte es der Täter besonders auf junge Frauen, Pärchen und Touristen abgesehen. Alle Taten seien zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden verübt worden; in allen Fällen bedrohte der Intensivtäter seine Opfer mit einem Messer oder einer Schusswaffe und nahm ihnen Geld ab. Laut Polizei wurde bei der Raubserie niemand körperlich verletzt.

"Sofort eingeleitete, tiefgründige Ermittlungen des Raubkommissariats" hätten zum Täter geführt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei der Durchsuchung der Wohnung in der Harzer Straße seien nicht nur die mutmaßlichen Tatwaffen, sondern auch Kleidungsstücke gefunden worden, die der Täter bei den Überfällen getragen haben soll.

Laut Polizei hat sich der 19-Jährige bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er soll am Dienstag in Untersuchungshaft kommen.

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