Berlin : Polizeipräsident will sechs Abschnitte schließen

Die Berliner Polizei will in den kommenden Jahren sechs der derzeit 42 Polizeiabschnitte schließen. Die Polizeibeamten sollen effektiv statt "stadtteilbezogen romantisierend" zum Einsatz kommen.

BerlinPolizeipräsident Dieter Glietsch teilte im parlamentarischen Innenausschuss mit, dass es in den sechs Direktionen künftig jeweils nur noch sechs Abschnitte geben wird. Der Polizeipräsident kündigte zudem die Zusammenlegung von zwei Wasserschutzpolizeiwachen an. Im Zuge der Fusion sollen bei der Wasserschutzpolizei rund 50 der 230 Stellen wegfallen.

Innensenator Ehrhart Körting (SPD) betonte, es gehe bei der Zusammenlegung von Abschnitten darum, wie die derzeit 16.160 Berliner Polizisten möglichst effektiv und nicht "stadtteilbezogen romantisierend" zum Einsatz kommen. Die Abschnitte müssten entsprechend ihrer Belastung ausgestattet werden.

Stellenabbau bei zentralen Aufgaben

Mit der Fusion von Polizeiabschnitten gingen keine Personalkürzungen einher, sagte Glietsch. Es würden lediglich nicht mehr benötigte Dienstgebäude aufgegeben. Stellen eingespart würden im Gegenzug bei den Zentralen Aufgaben, der Bereitschaftspolizei und den Einsatzhundertschaften.

Der Polizeipräsident unterstrich, dass besonders kriminalitätsbelastete Abschnitte in Neukölln, Wedding und Friedrichshain-Kreuzberg in den vergangenen Jahren trotz des allgemeinen Stellenabbaus mehr Personal bekommen hätten.

Nach Darstellung des Polizeichefs wird die Arbeit der Wasserschutzpolizei mit den verbleibenden 181 Beamten "nicht schlechter", aber effektiver werden. Die Wasserschutzpolizei hatte 2007 unter anderem mehr als 900 Straftaten und knapp 80 Schiffsunfälle bearbeitet. (mist/ddp)

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