Berlin-Prenzlauer Berg : Brandstiftung aus Rache für Razzia in der Rigaer Straße

Am Freitag brannte ein Elektroauto der Bahn in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Polizei holte am Samstagabend weiteres Wurfmaterial von Dächern

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Mehrfach brannten in Berlin Autos. Und nicht nur teure Marken (Symboldbild).
Mehrfach brannten in Berlin Autos. Und nicht nur teure Marken (Symboldbild).Foto: imago stock&people

Nach ihrer Razzia am Mittwochabend und einem Racheakt der Linken am Freitagabend holte die Polizei am Samstagabend erneut gefährliche Gegenstände wie Steine und Dachziegel von umliegenden Dächern an der Rigaer Straße, Liebigstraße und auch an der Samariterstraße. Festnahmen gab es nicht.

Auf einer linksextremistischen Internetseite wurde am Freitagabend eine Selbstbezichtigung veröffentlicht. Darin heißt es: "Motiviert vom Überfall der Schweine auf die Hausprojekte Rigaer 94 und Liebig 34 am 13.01. und ihren fortwährenden Versuchen, die Rigaer Straße mittels Schlagstock zu befrieden, wurde heute Nacht ein Fahrzeug der Flinkster(DB)-Flotte in der Christinenstraße angezündet."

Die Berliner Polizei hatte diese Brandstiftung bislang als nicht politisch eingestuft, wie es in einer Mitteilung von Freitag hieß. Deshalb ermittele ein Brandkommissariat. Den Fall dürfte nun der für politische Delikte zuständige Staatsschutz übernehmen.

Die Rigaer Straße im Wandel der Zeit
Alles nur Wahlkampf? Banner an einem ex-besetzten Haus in der Rigaer Straße 83. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie Ihre Aufnahmen der Rigaer Straße an leserbilder@tagesspiegel.de!
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1 von 90Foto: Henning Onken
22.06.2016 09:31Alles nur Wahlkampf? Banner an einem ex-besetzten Haus in der Rigaer Straße 83. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie Ihre...

Nach Polizeiangaben konnten Polizisten den Brand an dem an einer Ladesäule stehenden Elektroauto schnell löschen, es wurde deshalb nur leicht beschädigt. Am Mittwochabend hatten 550 Polizisten nach einem Angriff auf einen Verkehrspolizisten das linke Szeneobjekt Rigaer Straße 94 durchsucht. Dazu heißt es in dem Schreiben im Originalwortlaut: "Den kämpfenden Bewohner*innen des Friedrichshainer Nordkiezes senden wir damit unsere flammenden Grüße, in rebellischer Verbundenheit mit Euren Anstrengungen für eine solidarische und widerständige Nachbarschaft."

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