Berlin-Reinickendorf : Haftbefehl erst nach der zweiten Festnahme

Nach der ersten Festnahme ließ ein Richter den Mann noch laufen. Als der Autoknacker einen Tag später wieder erwischt wurde, kannte die Justiz kein Pardon mehr.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild). Foto: dpa
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Nun sitzt der 25-Jährige. Am Sonnabend früh hatten ihn Polizeibeamte des Abschnitts 11 das zweite Mal festgenommen. Gegen 6 Uhr hörte eine Anwohnerin in der Ollenhauerstraße eine ausgelöste Alarmanlage eines Autos und beobachtete anschließend, wie ein Mann die Scheibe eines geparkten Skoda einschlug. Sie verständigte daraufhin die Polizei. Noch in Tatortnähe konnten die alarmierten Beamten den 25-Jährigen festnehmen. In seinem Rucksack fanden sie einen Nothammer, ein Navigationsgerät sowie kleine Glassplitter. Am Tatort stellten die Polizisten zudem fest, dass zwei weitere Autos, ein Mercedes und ein BMW, aufgebrochen waren.
Bereits in der Nacht von Donnerstag zu Freitag soll der Mann auf einem Parkplatz in der Belowstraße die Autoscheiben von vier Fahrzeugen eingeschlagen haben. Nachdem auch hier eine Anwohnerin die Polizei alarmierte, konnte er noch in einem Toyota sitzend von den Beamten angetroffen und festgenommen werden. Obwohl der Mann mehrfach einschlägig polizeibekannt ist, erließ ein Richter keinen Haftbefehl sondern ließ den Mann wieder frei. Nun aber sitzt der Mann in U-Haft, da der zweite Richter von dieser Dreistigkeit doch erstaunt war.

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