Berlin-Reinickendorf : Polizei nimmt betrügerischen Paketzusteller fest

An Scheinadressen hatte er Pakete bestellt und auf die Seite geschafft. Er war bereits mit Haftbefehl gesucht, sitzt jetzt in U-Haft, ein mutmaßlicher Mittäter wird gesucht.

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Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmittag einen Paketzusteller festgenommen, der mutmaßlich Pakete an Scheinadressen geliefert und dann aus dem Weg geschafft hatte. Der Mann wurde in einem anderen Bundesland bereits mit Haftbefehl gesucht, der Verdacht lautet auf Warenkreditbetrug. Dies teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Dem Vernehmen nach handelte es sich dabei um einen Haftbefehl aus Bayern.

Der Meldung zufolge steht der 37-Jährige in dringendem Verdacht, mit mindestens einem Komplizen in erheblichem Umfang Waren an falsche Adressen bestellt zu haben, die auf seiner Auslieferungstour lagen. Die Pakete soll er dann als ausgeliefert quittiert und beiseite geschafft haben.

Beamte fanden bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Senftenberger Ring in Reinickendorf diverse Beweismittel. Auch in der Wohnung eines mutmaßlichen Mittäters in der Kolberger Straße in Gesundbrunnen wurden Beweismittel beschlagnahmt. Den 22-jährigen Verdächtigen trafen sie bei der Durchsuchung nicht an, die Ermittlungen gegen ihn laufen.

Der festgenommene Paketzusteller wurde noch am Donnerstag einem Bereitschaftsrichter vorgeführt, der ihm seinen bereits bestehenden Haftbefehl verkündete. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, die Ermittlungen dauern an.

Bereits am 21. Juli hatte eine Zeugin sich bei der Polizei gemeldet. Sie hatte beobachtet, wie der Mann Pakete aus seinem als Auslieferfahrzeug genutzten Wagen in ein anderes Fahrzeug lud. Die Polizei leitete daraufhin operative Maßnahmen ein, die Hinweise auf ein mögliches kriminelles Handeln häuften sich danach.

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