Berlin-Reinickendorf : Seniorin beim Queren der Aroser Allee angefahren

In der Aroser Allee wurde Dienstagabend eine 69-Jährige von einem Auto erfasst - obwohl der Mann am Steuer die Passantin gesehen und zunächst auch gebremst hatte.

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Ein Krankenwagen war vor Ort. (Symbolbild)
Ein Krankenwagen war vor Ort. (Symbolbild)Foto: dpa

Mit schweren Verletzungen liegt eine 69-Jährige im Krankenhaus, nachdem sie am Dienstagabend beim Überqueren der Aroser Allee in Reinickendorf von einem Auto angefahren worden war. Besonders tragisch an dem Unfall: Der Autofahrer hatte zunächst noch bremsen können, war dann aber wieder angefahren und hatte die Seniorin doch noch erfasst.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte die Frau gegen 19 Uhr die Aroser Allee an der Kreuzung Holländerstraße überqueren wollen. Dort befindet sich laut Polizei eine Baustelle. Zunächst hatte es geheißen, die Frau sei bei roter Fußgängerampel auf die Straße getreten - später sagte ein Polizeisprecher, dass sich an dieser Stelle zwar eine provisorische Ampel befinde, diese sei aber zum Zeitpunkt des Unfalls außer Betrieb gewesen sei. Die Frau überquerte die Straße also auf eigene Faust - "nach unseren bisherigen Erkenntnissen, ohne auf den Fließverkehr zu achten", wie ein Polizeisprecher sagte.

Dabei lief die Seniorin einem 36-Jährigen vor den Wagen. Der Mann konnte aber noch rechtzeitig bremsen und so einen Unfall vermeiden. Warum Auto und Passantin dann doch noch kollidierten, muss nun die Polizei klären: Der Autofahrer fuhr nach dem Bremsmanöver wieder an und erfasste die Seniorin, die noch nicht ganz von der Straße herunter war.

Die 69-Jährige stürzte schwer und brach sich mehrere Rippen; die Feuerwehr brachte sie ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Fahrer des Unfallwagens. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, wie sich der Unfall ereignen konnte.

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