Berlin-Schöneberg : Jugendlicher tot am S-Bahnhof Yorckstraße gefunden

Ein S-Bahn-Fahrer hat im Gleisbett die Leiche eines 17-Jährigen entdeckt. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

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Eine S-Bahn in Berlin.
Eine S-Bahn in Berlin.Foto: dpa

Ein 17-Jähriger kam Sonntagmorgen in Tempelhof-Schöneberg ums Leben. Ein Fahrer einer S-Bahn der Linie S2 entdeckte gegen 8.40 Uhr am S-Bahnhof Yorckstraße in Schöneberg kurz hinter dem Bahnsteig in Richtung Südkreuz einen jungen Mann, der neben den Gleisen im Gleisbett lag, und alarmierte über seine Leitstelle Polizei und Rettungskräfte. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 17-Jährigen feststellen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand handelt es sich offenbar um einen Unfall.

Immer wieder Unfälle bei S- und U-Bahn

In der Vergangenheit kamen in Berlin immer wieder Jugendliche beim sogenannten "Surfen" auf S- und U-Bahndächern oder beim Sprayen an den Gleisen ums Leben. Erst im September prallte ein 22-Jähriger kurz vor dem U-Bahnhof Möckernbrücke gegen einen Stahlträger, weil er auf dem Dach eines Zuges der U1 mitfuhr. Im Oktober überrollte eine S-Bahn einen 18 und einen 19 Jahre alten Sprayer zwischen den Bahnhöfen Wittenau und Wilhelmsruh und verletzte sie tödlich.

Im Frühjahr 2015 wurde ein 14-Jähriger beim S-Bahn-Surfen schwer verletzt, als er auf dem Dach einer S-Bahn mitgefahren ist. Hinter dem S-Bahnhof Storkower Straße geschah dann das Unglück. Gefunden hat man den jungen Mann dann an der Station Treptower Park.

Im Frühjahr 2014 war ein 19-Jähriger bei einem ähnlichen Unfall gestorben. Mit vier gleichaltrigen Freunden war der junge Zehlendorfer in Höhe des Bahnhofs Yorckstraße (Großgörschenstraße) auf das Dach geklettert. Nach etwa einem Kilometer Fahrt – und dem Halt an der Station Julius-Leber-Brücke – wurde der 19-Jährige bei der Einfahrt in einen kurzen Tunnel vom Dach gerissen.

Die anderen vier Männer fuhren bis zur nächsten Station Schöneberg mit, sprangen dort vom Dach und alarmierten die Rettungskräfte. Einen Nachruf auf den jungen Mann lesen Sie hier.

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