Berlin-Schöneberg : Kind an bekannter Unfallkreuzung angefahren

Erneut ist an der Einmündung Hauptstraße / Vorbergstraße ein Kind angefahren worden. Anwohner fordern hier eine Ampel oder einen Zebrastreifen.

Wieder wurde auf der Hauptstraße ein Kind angefahren - an einer bereits bekannten Ecke, an der Anwohner seit langer Zeit einen besseren Überweg und eine Ampel fordern.
Wieder wurde auf der Hauptstraße ein Kind angefahren - an einer bereits bekannten Ecke, an der Anwohner seit langer Zeit einen...Foto: Holger Schnaars

Der Unfall geschah nach Polizeiangaben um 13.15 Uhr. Ein in Richtung Steglitz fahrendes Taxi erfasste eine Fünfjährige, als diese nach Zeugenaussagen auf die Straße rannte. Das Kind war in Begleitung ihrer Oma, es wurde zum Glück nur leicht verletzt. Das Taxi soll nach Zeugenangaben mit Tempo 30 bis 40 gefahren sein.

Vor zwei Wochen hatten Anwohner für eine Ampel demonstriert. Für ein paar Minuten wurde ein symbolischer Zebrastreifen, vorbereitet auf einer Folie, über die Straße gelegt. Die Kreuzung ist ein Unfallschwerpunkt, da sehr viele Fußgänger an dieser Stelle die Hauptstraße überqueren wollen. Etwas versetzt münden Vorbergstraße und Helmstraße hier in die Hauptstraße. Nach Angaben der Demo-Organisatoren wurde schon im Januar 2016 ein Antrag für eine Fußgängerampel in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht, der im Juli 2016 auch beschlossen worden sei. "Seitdem ist im Hinblick auf die Umsetzung nichts passiert", erzählte Catherina Pieroth-Manelli, die Abgeordnete für Schöneberg-Süd im Berliner Abgeordnetenhaus, vor zwei Wochen dem Tagesspiegel.

Minutenlang müssen Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle auf eine Lücke im Autoverkehr warten.
Minutenlang müssen Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle auf eine Lücke im Autoverkehr warten.Archivbild: Holger Schnaars

"Wenn die Verkehrslenkung Berlin (VLB), die für den Aufbau der Lichtanlage zuständig ist, nicht in die Pötte kommt, müssen die Bürger Druck machen", sagte die Grünen-Politikerin weiter. Sie fordert neben der Ampel auch zwei Fußgängerüberwege an der Hauptstraße. An der Demo hatte auch der Vater eines Kindes teilgenommen, das im September an der Kreuzung angefahren wurde. Auch Radfahrer kritisieren die Situation an der Kreuzung – über die auch die wichtige Wannsee-Route führt – seit Jahren als unzumutbar und gefährlich.

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