Berlin-Spandau : Frachtschiff rammte Grillboot auf der Havel

Nach einem schweren Navigationsfehler gerieten sieben Grillfreundinnen mit ihrem Boot am Sonntag in Seenot. Ein Frachter rammte das kleine Boot auf der Havel.

von
So sieht ein nicht versenktes Grillboot aus.
So sieht ein nicht versenktes Grillboot aus.Archivfoto: Rückeis

Nach Polizeiangaben war ein Grillboot am Sonntag gegen 12.30 Uhr in Höhe der Eiswerderbrücke in die Fahrrinne der Havel geraten. Ein Schubverband hatte keine Chance zum Ausweichen und rammte das runde Boot, alle Grillfreundinnen fielen ins Wasser. Schwer verletzt wurde offenbar niemand. Nach ersten Angaben holte ein Boot der DLRG die Frauen aus dem Wasser, drei wurden von der Feuerwehr versorgt wegen Schnittverletzungen und Schocks. Nach Polizeiangaben hatten die Frauen (alle 31 und 32 Jahre alt) zwar ein Havelaufwärts fahrendes Schubschiff bemerkt und waren ausgewichen. Allerdings übersahen die Frauen einen in Gegenrichtung fahrenden Frachter. Unklar blieb am Sonntag, ob die Bootsführerin eine Anzeige erhält. Die Grillboote werden von mehreren Berliner Firmen stundenweise vermietet. In der Fahrrinne der Havel hat die Berufsschiffahrt allerdings immer Vorfahrt, Freizeitschiffer dürfen die Fahrrinne nur vorsichtig queren. Das Boot wurde zum Vermieter zurückgeschleppt. Der Schubverband wurde nicht beschädigt. Am vergangenen Sonntag hatte es einen ähnlichen Unfall gegeben, als ein Ausflugsdampfer ein Tretboot auf dem Wannsee versenkte.

Autor

8 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben