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Berlin-Steglitz : Verdächtiges Paket enthielt Bombenattrappe

In einem Laden in der Schloßstraße ist Donnerstagmittag ein verdächtiges Paket aufgetaucht. Die Straße wurde am Fundort abgesperrt, bis die Kriminaltechnik Entwarnung gab.

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Die Schloßstraße in Berlin-Steglitz mit Blick auf den Bierpinsel und das Rathaus Friedenau.
Die Schloßstraße in Berlin-Steglitz mit Blick auf den Bierpinsel und das Rathaus Friedenau.Foto: Kai-Uwe Heinrichl

Der Alarm kam mittags, zur besten Einkaufszeit: Um kurz vor zwölf Uhr mittags wurde in einem Pfandleihhaus in der Steglitzer Schloßstraße ein Paket geöffnet, das ein DHL-Bote rund eine Stunde vorher abgegeben hatte. Der Inhalt: ein Schreiben, in dem Geld gefordert wurde, und eine Bombenattrappe. Doch dass es sich um eine solche und nicht um eine echte Bombe handelte, war für die Mitarbeiter des Geschäfts nicht zu erkennen.

Sie flohen und alarmierten die Polizei, die sperrte die große Einkaufsstraße zwischen Schildhorn- und Ahornstraße. Passanten, Anwohner und Verkäufer der benachbarten Geschäfte mussten den Bereich verlassen, BVG-Busse wurden umgeleitet.

"Sehr skurril"

Erst einmal habe er den Alarm für einen Scherz gehalten, berichtet ein Mitarbeiter einer benachbarten Apotheke. Als ihm dann klar wurde, dass es ernst ist, bekam er einen ordentlichen Schreck. „Da wurde mir für einen Moment ganz anders“, sagt der Mann.

Gemeinsam mit seinen Kollegen verließ er die Apotheke, ging hinter die Absperrung. Angekündigte Lieferungen mussten verschoben werden, Kunden auf ihre Medikamente warten. Doch zum Glück dauerte es nicht allzu lange bis zur Entwarnung: Kriminaltechniker rückten an, untersuchten den Inhalt des Pakets. Nach Auskunft der Polizei wurde die Sperrung um kurz vor 14 Uhr aufgehoben.
Doch ergibt es überhaupt Sinn, per Schreiben in einem Paket Geld zu fordern? Denn wie hätte dieses übergeben werden sollen? Handelt es sich um eine Drohgeste? „Absolut skurril“ findet das Vorgehen ein Sprecher der Polizei. Nähere Details, was auf dem Zettel zu lesen war, sind nicht zu erfahren – denn das ist Täterwissen. Die Ermittler befragen nun die Mitarbeiter und den Geschäftsinhaber, um den Hintergrund des Vorfalls zu verstehen.

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