Berlin und Bremen : PKK-Aktivisten unter Terrorverdacht verhaftet

In Bremen und Berlin sind zwei mutmaßliche PKK-Aktivisten wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet worden.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Montagnachmittag und am Dienstagvormittag zwei Männer verhaftet, die der Mitgliedschaft in der verbotenen Terrororganisation PKK (Partiya Karkerên Kurdistanê, auf Deutsch: Kurdische Arbeiterpartei) verdächtigt werden. Zuvor hatten Polizeilicher Staatsschutz und Generalstaatsanwaltschaft monatelang gegen die beiden Männer ermittelt, wie die Behörden mitteilten. Ein Ermittlungsrichter hatte Haftbefehle erlassen. Sie wurden nun vollstreckt.

Der 52-jährige Ali D. wurde am Montag gegen 16 Uhr vor einem Vereinsheim in Bremen verhaftet. Die Ermittler verdächtigen ihn, der maßgebliche Verantwortliche der PKK in Bremen gewesen zu sein; zuvor soll er in gleicher Funktion in Berlin gewirkt haben.

Cem A., der zweite Verdächtige, wurde am Dienstagmorgen um 10 Uhr in seiner Wohnung in Friedrichshain verhaftet. Er soll - in enger Zusammenarbeit mit Ali D. - Finanzmittel für die PKK eingetrieben haben. Nach Angaben der Behörden geschieht dies "traditionell durch Beitragsforderungen an türkisch-stämmige Gewerbetreibende und Privatpersonen", wobei durchaus auch eine Drohkulisse aufgebaut wird.

Die PKK kämpft seit Mitte der 1980er für einen Kurdenstaat und ist seitdem auch in Deutschland aktiv. Bei Kämpfen zwischen PKK-Aktivisten und dem türkischen Militär sollen bislang mehrere zehntausend Menschen getötet worden sein. Seit letztem Jahr nehmen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und kurdischen Aufständischen wieder an Schärfe zu; beide Seiten beklagen zahlreiche Todesopfer und geben sich gegenseitig die Schuld für die neuerliche Eskalation.

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