Berlin-Wilmersdorf : Unbekannte verteilen rassistische Hetzflugblätter

Eine mutige Anwohnerin hat dem Tagesspiegel eine rassistisches Flugblatt weitergeleitet, das in ihrem Wilmersdorfer Briefkasten geworfen worden war. Nun ermittelt der Staatsschutz.

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Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)
Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)Foto: dpa

Anwohner der Paulsborner Straße in Berlin-Wilmersdorf haben letzte Woche Donnerstag in ihren Briefkästen Flugblätter mit einem rassistischem Gedicht und einer diffamierenden Karikatur gefunden. Mittlerweile nahm der Staatsschutz Ermittlungen auf, wie die Polizei Mittwoch mitteilte. Es bestehe ein Anfangsverdacht der Volksverhetzung.

In unmittelbarer Nähe der Polsborner Straße liegt das ehemalige Rathaus Wilmersdorf, in dem seit gut zwei Wochen knapp 600 Flüchtlinge untergebracht sind.

Eine Anwohnerin hatte die Hetzschrift dem Tagesspiegel zukommen lassen. Darin wird zahlreichen Ethnien unterstellt, nach Deutschland zu kommen, um "abzusahnen". Die Ethnien werden mit herabsetzenden und beleidigenden Namen bezeichnet.

Nachdem das Dokument an die Polizei weitergeleitet worden war, nahm der Staatsschutz Ermittlungen auf. Nach der 54-jährigen Anwohnerin hatten mindestens zwei Nachbarn das gleiche Schreiben im Briefkasten. Das Haus habe die Briefkästen außen an der Straße, sodass die mutmaßlich rechtsextremen Verteiler die Flugblätter einwerfen konnten ohne zu klingeln oder einen Schlüssel besitzen zu müssen.

Weitere Anzeigen sind bei der Polizei noch nicht eingegangen.

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