Berlin-Wittenau : 18-Jähriger rennt auf Flucht vor Räubern vor Auto

Ein 18-Jähriger ist in der Nacht zu Freitag in der Roedernallee vor ein Auto gelaufen und angefahren worden. Der Schwerverletzte sagte der Polizei, auf der Flucht vor Räubern gewesen zu sein.

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Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa/Archiv
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Der 18-Jährige war gegen 22.30 Uhr plötzlich auf die Fahrbahn der Roedernallee gestürmt. Ein Autofahrer, der in Richtung Oranienburger Straße unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der 18-Jährige wurde von dem Auto erfasst und stürzte auf die Straße. Danach rappelte er sich wieder auf und lief davon.

Wenig später ging ein Notruf aus einer Wohnung in der Roedernallee bei der Feuerwehr ein. Die Wohnung gehörte der Schwester des 18-Jährigen. Er hatte sich vom Unfallort noch bis zu ihrer Wohnung geschleppt. Als die Polizei ihn befragte, gab er an, unmittelbar vor dem Unfall auf dem Bürgersteig der Roedernallee von zwei Männern angesprochen worden zu sein. Sie hätten versucht, ihn auszurauben - deshalb sei er über die Fahrbahn davongerannt und von dem Auto angefahren worden. Hinterher habe er unter Schock die Unfallstelle verlassen. Der 18-Jährige wurde mit einer Kopfplatzwunde und einer Beckenprellung ins Krankenhaus gebracht, die Roedernallee war nach dem Unfall eine Stunde lang gesperrt.

Der Fall weist Parallelen zum Tod des damals 23-jährigen Guiseppe Marcone im September 2011 auf. Marcone war auf dem U-Bahnhof Kaiserdamm von zwei Männern attackiert worden. Auf der Flucht vor den Schlägern war er auf die Fahrbahn des Kaiserdamms gelaufen, dort von einem Auto erfasst und gegen eine Laterne geschleudert worden. Marcone starb noch an der Unfallstelle, die Schläger wurden später zu Bewährungsstrafen verurteilt.

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