Berlin-Wittenau : Polizistin als Hebamme

Frau Oberkommissar als Hebamme: Eine Polizeistreife verhalf einem kleinen Jungen in einem Auto auf die Welt. Die Eltern hatten es nicht mehr ins Krankenhaus geschafft.

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Foto: dpa/Patrick Pleul
Foto: dpa/Patrick Pleul

Nach dem vergeblichen Affenfang erlebte die Polizei einen weiteren ungewöhnlichen Einsatz: Gegen 19.50 Uhr kam am Sonnabend über Funk die Meldung, dass eine Frau in der Oranienburger Straße in Wittenau gerade ihr Kind in einem Auto zur Welt bringen würde. Sofort machten sich die Polizeioberkommissarin und ihr Kollege auf den Weg und sahen wenig später einen VW Bus, in dessen Fond gerade eine 33-Jährige, deren Fruchtblase bereits geplatzt war, in den Wehen lag. Da der ebenfalls alarmierte Notarzt noch nicht da war und der werdende Vater laut Polizei "verständlicherweise in der Situation überfordert schien", leistete die Polizistin Geburtshilfe. Wenige Minuten später erblickte ein kleiner Junge das Licht der Welt. Der kurz danach eintreffende Notarzt versorgte Mutter und Kind und entschied dann, die beiden in dem VW Bus ins Krankenhaus fahren zu lassen, weshalb sich die zuvor noch als Geburtshelferin agierende Polizistin auch noch als Fahrerin nützlich machte und die kleine Familie ins nahe gelegene Krankenhaus fuhr. Sowohl Mutter als auch Kind sind nach Aussage des Krankenhauses wohl auf.

 

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