Berliner Flughäfen : Tegel hat wohl auch über Ostern Kofferprobleme

Kunden von Air Berlin müssen sich am reisestarken Osterwochenende auf Probleme bei der Gepäckabfertigung einstellen. Grund ist ein Wechsel des Partners am Flughafen Tegel.

Zahlreiche mit Gepäckstücken beladene Gepäcktransportwagen stehen am 04.04.2017 auf dem Vorfeld am Flughafen Tegel in Berlin.
Zahlreiche mit Gepäckstücken beladene Gepäcktransportwagen stehen am 04.04.2017 auf dem Vorfeld am Flughafen Tegel in Berlin.Foto: dpa/ Monika Skolimowska

Kunden von Air Berlin müssen sich auch am besonders reisestarken Osterwochenende auf Probleme bei der Gepäckabfertigung am Flughafen Tegel einstellen. „Realistischerweise werden wir eine Situation haben, die sich nicht grundlegend von den vergangenen Tagen unterscheidet“, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag. „Es kann weiterhin zu einzelnen Beeinträchtigungen kommen, die wir sehr bedauern.“

In der kritischen Zeit von Karfreitag bis Ostermontag sind bei der Gesellschaft im Schnitt über 130 Starts und Landungen pro Tag in Tegel geplant. Nach dem Wechsel zum Bodenverkehrsdienstleister Aeroground hat sich die Lage immer noch nicht entscheiden entspannt. Wie berichtet, zwangen die Engpässe bei dem Abfertiger Air Berlin bereits zum Umbau wichtiger Teile des Flugplans. So können die Passagiere auf zwei neuen US-Verbindungen erst später von Tegel fliegen oder müssen auf Düsseldorf ausweichen: Die Langstrecken nach Los Angeles und San Francisco wurden von Anfang auf Mitte beziehungsweise Ende Mai verschoben.

Air Berlin hatte am 26. März ihren Partner in Tegel ausgetauscht

Die seit Jahren kriselnde Airline hatte am 26. März ihren Partner am Berliner Flughafen ausgetauscht. Seitdem müssen etliche Passagiere auf Gepäck warten, Flüge starten zu spät. Die Lage sei inakzeptabel, kritisierte Air Berlin. Aeroground hatte zuvor versichert, die Probleme bis spätestens Ostern in den Griff zu bekommen.

Die Firma ist eine Tochtergesellschaft des Münchner Flughafens. Hier hieß es, mittlerweile seien rund 200 Mitarbeiter in Tegel eingesetzt. Ein Problem sei, dass für etwa 40 Kollegen Sicherheitsprüfungen und Zugangsberechtigungen ausstünden. Aus München seien zudem weitere Kollegen und Geräte nach Tegel gebracht worden - etwa Ladefahrzeuge, Gepäckschlepper, Förderbandwagen und Stromaggregate.

Zwischenzeitlich hatten auch Air-Berlin-Beschäftigte ausgeholfen, um die Engpässe in der Gepäckabfertigung in Tegel zu entschärfen. Der frühere Dienstleister Wisag ist an dem Flughafen nur noch für den Fundservice zuständig. (dpa)

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