Berliner Ring bei Werder/Brandenburg : Lasterfahrer mit 3,8 Promille gestoppt

Autobahnpolizisten haben in der Mittwochnacht bei Werder/Havel einen volltrunkenen Lasterfahrer aus dem Verkehr des südlichen Berliner Rings gezogen. Der Litauer konnte sich kaum auf den Beinen halten.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Der 44-jährige Lasterfahrer aus Litauen war anderen Autofahrern zum ersten Mal gegen 21.45 Uhr auf der BAB 9 in nördliche Richtung aufgefallen. Der Mann hatte ordentlich getankt - allerdings kein Benzin, sondern Alkohol. Nach Angaben der Polizeidirektion West Brandenburg brauchte der Mann zwei der drei Fahrspuren sowie den Standstreifen, um halbwegs Kurs zu halten. Mehrere Notrufe gingen bei der Polizei ein, nachdem der Laster auf seinem Schlingerkurs mehrfach fast in der Leitplanke gelandet wäre.

Am Autobahndreieck Potsdam fuhr der Lastwagen auf den Berliner Ring auf. Zu diesem Zeitpunkt hatten Autobahnpolizisten bereits die Verfolgung aufgenommen. Kurz hinter der Anschlussstelle Glindow (Gemeinde Werder/Havel, Landkreis Potsdam-Mittelmark) winkten die Beamten den Laster auf einen Parkplatz raus und kontrollierten den Fahrer.

Der Mann bot ein Bild des Jammers: "Beim Aussteigen aus dem Fahrerhaus hatte der volltrunkene 44-Jährige dann auch starke Probleme und konnte sich kaum auf den Beinen halten", heißt es im Polizeibericht. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 3,83 Promille - für ungeübte Trinker führt dieser Promillespiegel zur Bewusstlosigkeit, mitunter kann er auch tödlich sein. Der Fahrer wurde festgenommen und über Nacht in eine Ausnüchterungszelle gesteckt.

Möglicherweise hatte der Mann auf seinem Weg nach Norden auch noch einen Unfall auf der BAB 9 bei Dessau in Sachsen-Anhalt gebaut. Dort war in einer Baustelle eine Warnbake kaputt gefahren worden, der Unfallwagen hatte Karosserieteile verloren. Diese wiederum passten zu dem Laster, in dem der Litauer unterwegs war. Offenbar hatte der Mann Unfallflucht begangen - ob er von der Kollision überhaupt etwas merkte, sei mal dahingestellt.

Erst am Donnerstagmittag war der Mann wieder vernehmungsfähig. "Er gab an, ein paar Liter Bier getrunken zu haben", sagte ein Polizeisprecher. Allerdings konnte der Litauer nicht mehr sagen, von wo er losgefahren war. Zumindest wusste er noch, wo er hinwollte: Zur Autofähre nach Travemünde. Der Führerschein des Mannes wurde eingezogen.

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