Betrugsverdacht : Chef von Hatun & Can bleibt in Haft

Der unter Betrugsverdacht stehende Vorsitzende des Frauennothilfevereins „Hatun & Can“ bleibt in Untersuchungshaft. Das Kammergericht verwarf eine Haftbeschwerde und bestätigte damit eine Entscheidung der Vorinstanz, wie ein Sprecher mitteilte.

Gegen die Entscheidung sind keine Rechtsmittel möglich. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass weiterhin eine hohe Fluchtgefahr bestehe. Dem Beschuldigten drohe wegen Betrugs eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Der Vereinschef war Ende März festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Spenden an den 2006 gegründeten Frauennothilfeverein für private Zwecke verwendet zu haben. Unter anderem sollen damit der Kauf eines privat genutzten Autos für 60 000 Euro sowie einer Luxusuhr und ein Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel in Madrid finanziert worden sein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand beträgt der Betrugsschaden über 114 000 Euro. ddp

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