Bluttat in Westend : Erschossener Steuerberater: Söhne frei

Durch mehrere Schüsse ist am Montag ein Charlottenburger Steuerberater in seinem Büro getötet worden, kurz darauf wurden seine beiden Söhne als Tatverdächtige festgenommen. Sie wurden am Dienstagvormittag wieder entlassen.

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Die beiden als Tatverdächtige festgenommenen Söhne des am Montag in Westend erschossenen Steuerberaters sind nach einer Vernehmung wieder entlassen worden. Der dringende Tatverdacht gegen die beiden hatte sich nicht bestätigt, daraufhin konnten sie am Dienstagvormittag die Polizeistelle verlassen. Gegen sie wird jedoch weiterhin ermittelt.

Die Berliner Polizei sucht weiter nach Zeugen. Die Ermittlungen hätten die ganze Nacht angedauert, sagte eine Polizeisprecherin. Die 5. Mordkommission nehme unter der Telefonnummer 030-4664911501 Hinweise entgegen. Der 49-jährige Steuerberater und Notar war am Montagnachmittag in seinem Büro in der Leistikowstraße in Westend durch mehrere Schüsse getötet worden. Bereits kurz nach der Tat nahm die Polizei die beiden Söhne des Mannes, 16 und 18 Jahre alt, als Tatverdächtige fest. Die Hintergründe der Bluttat sind noch unklar.
Wie die Polizei mitteilte, hatte ein junger Mann gegen 14.30 Uhr das Büro betreten und mehrfach auf den Steuerberater geschossen. Auch drei Angestellte des Mannes waren anwesend. Ein unmittelbar nach dem Verschwinden des Täters alarmierter Notarzt versuchte den Mann zu reanimieren. Danach wurde dieser von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er aber seinen schweren Verletzungen erlag.


Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei durchsuchte das Gebäude, in dem sich die Bluttat ereignet hatte. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden die beiden Söhne im Nachbarhaus in der Wohnung der Familie entdeckt und festgenommen. Nach Informationen der rbb-„Abendschau“ soll sich auch ihre Mutter, die Ehefrau des Erschossenen, in der Wohnung befunden haben. Über die Herkunft der Schusswaffe oder den möglichen Hintergrund der Tat teilte die Polizei am Montag noch nichts mit. Ebenso blieb unklar, wer der beiden Söhne als mutmaßlicher Schütze gilt. (Tsp)

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