Bluttat in Westend : Steuerberater im Büro erschossen - Söhne festgenommen

Ein Charlottenburger Steuerberater ist am Montag in seinem Büro erschossen worden. Die Polizei nahm seine beiden Söhne als Tatverdächtige fest.

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Ein 49-jähriger Steuerberater und Notar ist am Montagnachmittag in seinem Büro in der Leistikowstraße in Westend durch mehrere Schüsse getötet worden. Bereits kurz nach der Tat nahm die Polizei die beiden Söhne des Mannes, 16 und 18 Jahre alt, als Tatverdächtige fest. Die Hintergründe der Bluttat sind noch völlig unklar.
Wie die Polizei mitteilte, hatte ein junger Mann gegen 14.30 Uhr das Büro betreten und mehrfach auf den Steuerberater geschossen. Auch drei Angestellte des Mannes waren anwesend. Ein unmittelbar nach dem Verschwinden des Täters alarmierter Notarzt versuchte den Mann zu reanimieren. Danach wurde dieser von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er aber seinen schweren Verletzungen erlag.
Ein alarmiertes Spezialeinsatzkommando der Polizei durchsuchte das Gebäude, in dem sich die Bluttat ereignet hatte. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden die beiden Söhne im Nachbarhaus in der Wohnung der Familie entdeckt und festgenommen. Nach Informationen der rbb-„Abendschau“ soll sich auch ihre Mutter, die Ehefrau des Erschossenen, in der Wohnung befunden haben.
Über die Herkunft der Schusswaffe oder den möglichen Hintergrund der Tat teilte die Polizei am Montag noch nichts mit. Ebenso blieb unklar, wer der beiden Söhne als mutmaßlicher Schütze gilt. Die Ermittlungen hat die 5. Mordkommission übernommen.
Der getötete 49-Jährige arbeitete in Westend als Steuerberater, Notar und Anwalt und betrieb die schon 1992 gegründete Charlottenburger Kanzlei als Sozietät gemeinsam mit seiner Ehefrau, einer Anwältin. Seit dem Jahr 2010 war er Mitglied des Vorstandes der Steuerberaterkammer Berlin.

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