Brandenburg : Sperrzone Stahnsdorf - Bombenentschärfung am Dienstag

In Stahnsdorf wird am Dienstag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Mehrere Hundert Menschen sind davon betroffen. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet.

Solveig Schuster
Symbolbild
SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Wegen der Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe müssen am Dienstag in Stahnsdorf mehrere Hundert Menschen ihre Häuser verlassen. Mitarbeiter der Firmen in den beiden Gewerbegebieten Techno- und Greenpark können nicht zur Arbeit gehen, Schüler des Kleinmachnower Hoffbauer-Campus nicht zum Unterricht. Halb Stahnsdorf wird zur Sperrzone, auch Teile der Nachbarkommunen sind betroffen. Ab Dienstag, 8 Uhr, wird von der Teltower Isarstraße bis zur Biomalzfabrik sowie um die Gewerbegebiete in der Ruhlsdorfer Straße rot-weißes Flatterband gezogen, die Polizei wird Zufahrten sperren und den Verkehr weiträumig umleiten.

Die Nachricht von der Bombe hat am Montagnachmittag alle überrascht. Bei Routinearbeiten zur Bauvorbereitung war der Blindgänger nach Angaben von Sprengmeister Mike Schwitzke am Mittag auf einer Baufläche im Stahnsdorfer Gewerbegebiet Technopark gefunden worden. Auf der Fläche zwischen Selgros und dem Postverteilzentrum soll eine Lagerhalle entstehen. Der Bauherr hatte den Kampfmittelbeseitigungsdienst beauftragt, da die Fläche im „Bombenvermutungsgebiet“ liege, so Schwitzke. Die Arbeiten waren schon so gut wie abgeschlossen, als die Männer auf die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg stießen.

Läuft alles nach Plan, werde die Aktion bis zum Mittag abgeschlossen sein, sagt Schwitzke. Dann könne auch die weiträumige Sperrung wieder aufgehoben werden.

Für die Dauer der Sprengung werden die evakuierten Menschen in den beiden Turnhallen der Lindenhof- und Zille-Grundschule unterkommen. Auch die Bewohner der Übergangswohnheime müssen ihre Unterkünfte verlassen und werden dort eine vorübergehende Bleibe finden. Die Kita-Kinder der ebenfalls von der Evakuierung betroffenen Kita „Mäuseburg“ werden bei Bedarf in der Mensa der Lindenhof-Grundschule betreut, so Gemeindesprecher Stephan Reitzig.

Lesen Sie mehr in der Tagesspiegel-Schwesterzeitung "Potsdamer Neueste Nachrichten" unter diesem Link.

0 Kommentare

Neuester Kommentar