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Brandstiftung in Königs Wusterhausen : Gebäude neben geplanter Asylunterkunft brennt

Unmittelbar neben einer geplanten Asylunterkunft brannte am Dienstagmorgen in Königs Wusterhausen eine Gaststätte. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, schließt aber einen Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft aus.

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Feuer auf dem Gelände des Sportzentrum Uckley bei Königs Wusterhausen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. ABIX
Feuer auf dem Gelände des Sportzentrum Uckley bei Königs Wusterhausen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.Foto: ABIX

Am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr hat in Königs Wusterhausen eine leerstehende Sportgaststätte mit Kegelbahn gebrannt. Die genaue Brandursache ist unklar. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. In unmittelbarer Nähe der Gaststätte befindet sich ein Gebäude, das gerade zu einer Asylunterkunft umgebaut wird. Dass mutmaßliche Täter ursprünglich einen Brandanschlag auf die geplante Asylunterkunft verüben wollten, schließt die Polizei in Brandenburg bisher aus.

„Mutmaßliche Täter würden das eine, nicht mit dem anderen verwechseln“, sagte ein Sprecher der Polizei. Die beiden Liegenschaften seien durch eine Mauer und einen Zaun voneinander getrennt. Auf Twitter machte sich zunächst das Gerücht breit, dass das Asylbewerberheim selbst in Brand gesetzt wurde. "In drei Wochen sollen dort 85 Bewohner einziehen", schreibt der freie Journalist Sören Kohlhuber auf Twitter. Die Polizei sieht weiterhin keinen rechtsextremen Hintergrund, werde laut dem Sprecher dennoch in alle Richtungen Ermittlungen aufnehmen.

Auch die Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald, Heidrun Schaaf, sagte dem Tagesspiegel, das Gebäude mit der Sportgaststätte werde nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen benötigt. Es sei 50 mit 70 Meter von dem Haus entfernt, in dem Asylsuchende unterkommen sollten. Der Journalist Sören Kohlhuber berichtete im Widerspruch dazu unter Berufung auf Ortskundige, das ausgebrannte Objekt sei als Küche für die Flüchtlinge geplant gewesen, auch 30 Betten hätten dort Platz finden sollen. Der Landkreis bleibt dabei, dass die Unterkunft wie geplant am 1. September bezogen werden kann.

Der Tagesspiegel-Reporter Claus Steyer berichtete von vor Ort, dass das Gebäude der Sportgaststätte bis auf die Grundmauern niedergebrannt sei. Dort seien keine intakte Stromleitungen mehr vorhanden, weswegen die Polizei einen technischen Defekt ausschließt. Zahlreiche leere Flaschen deuteten daraufhin, dass es sich bei dem ehemaligen Gelände, auf dem sich die ausgebrannte Kegelbahn und die zukünftige Unterkunft befinden, um einen beliebten Party-Treffpunkt handele. Früher sei im seit Jahren stillgelegten Sportzentrum Uckley unter anderem der BFC Dynamo im Trainingslager gewesen.

Das ehemalige Internatsgebäude, das derzeit für den Einzug von Flüchtlingen vorbereitet wird, sei frei zugänglich. Das gesamte Gelände ist sehr abgelegen, was die Ermittlungen der Polizei erschwere.

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