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Bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie : Drei Berliner unter Missbrauchsverdacht

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ließ am Dienstag 125 Wohnungen durchsuchen. Der Verdacht lautet auf Kinderpornografie und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Im Fokus der Ermittler stehen auch drei Berliner.

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Das Bild zeigt eine DVD aus einer früheren Polizeiaktion gegen Kinderpornographie.
In einer bundesweiten Razzia hat die Polizei umfangreiches kinderpornographisches Material sichergestellt. Im Bild eine CD-R aus...Foto: dpa

Bei einer bundesweiten Razzia wegen Kinderpornografie sind 125 Wohnungen in 13 Bundesländern durchsucht worden, darunter auch 26 Objekte in Berlin. Insgesamt 115 Personen im Alter zwischen 21 und 60 Jahren werden wegen der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornographischer Schriften verdächtigt. Beschlagnahmt wurden 260 Computer, 850 Festplatten und USB-Sticks, 150 Smartphones und Tablets sowie 7.500 CDs und DVDs. 550 Polizisten waren im Einsatz. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwochvormittag mit.

Ermittlungen wurden durch anonymen Tipp ausgelöst

Die Ermittlungen waren laut Staatsanwaltschaft durch einen anonymen Tippgeber in Gang gekommen. Demnach sollen die Tatverdächtigen in zwei geschlossenen Benutzergruppen eines Internetforums aktiv gewesen sein. In diesen Foren sollen die Beschuldigten kinderpornographisches Bild- und Videomaterial getauscht haben; auch habe man sich darüber ausgetauscht, wie man sich Kindern nähern könne.

Drei Berliner wegen Kindesmissbrauch verdächtigt

Gegen fünf Tatverdächtige wird auch wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Der Verdacht habe sich anhand von Foreneinträgen der fünf Männer ergeben. Drei der Verdächtigen kommen aus Berlin; sie sind 37, 46 und 49 Jahre alt. Ein 49-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen und ein 47-Jähriger aus Niedersachsen werden ebenfalls verdächtigt.

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