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Charlottenburg-Wilmersdorf : Mehrere Raubüberfälle wegen Armbanduhren

In den vergangenen Nächten gab es im gleichen Bezirk drei brutale Überfälle, bei denen es um Uhren ging. Die Polizei prüft, ob einen Zusammenhang zwischen den Taten besteht.

von und Felix Hackenbruch
Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)
Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)Foto: dpa

Überfall in Charlottenburg

In einem Parkhaus in Charlottenburg wurde in der Nacht zu Donnerstag ein Mann in seinem Auto überfallen. Kurz vor Mitternacht sei der 54-Jährige in das Parkhaus in der Joachimsthaler Straße gefahren, dort habe ihn ein Unbekannter mit Pfefferspray besprüht und dann mit einem Messer bedroht. Das gab das Opfer später bei der Polizei an. Danach habe der Maskierte ihm mit der Faust mehrfach ins Gesicht geschlagen und die Herausgabe seiner Armbanduhr gefordert. Als er bemerkte, dass der Autofahrer keine Uhr trug, durchsuchte der Täter ihn, zog ihm seine Geldbörse aus der Hosentasche und flüchtete. Der Überfallene wurde von Rettungskräften zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Überfall in Wilmersdorf

Ein weiterer Überfall ereignete sich gestern Abend in Wilmersdorf. Ein 26-jähriger Mann zeigte bei der Polizei an, dass er gegen 21.30 Uhr in der Mansfelder Straße auf dem Gehweg vor seinem Grundstück von einem maskierten Unbekannten attackiert wurde. Der Täter habe ihn mehrfach ins Gesicht geschlagen und soll die Herausgabe seiner hochwertigen Armbanduhr verlangt haben. Ob der Täter das Opfer kannte, oder woher der Täter von der Existenz einer teuren Uhr wusste, dazu konnte ein Polizeisprecher nichts sagen. "Aus den vorliegenden Angaben kann ich keine Beziehung zwischen den beiden erkennen", sagte er.

Tatsächlich trug der Überfallene gar keine Uhr. Als der Angreifer das bemerkte, ließ er von seinem Opfer ab und flüchtete. Der Überfallene erlitt durch die Schläge Knochenbrüche und Prellungen im Gesicht. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Noch ein Überfall im Parkhaus

Bereits am Dienstagabend wurde eine 30-jährige Frau in der Tiefgarage eines Hotels in der Augsburger Straße überfallen worden. Gegen 19.30 Uhr war ihr ein Mann entgegengekommen, der die Frau sofort an den Haaren gepackt haben soll. Er forderte die Frau auf, ihm ihre Armbanduhr auszuhändigen. Als sich die Frau weigerte und laut um Hilfe schrie, habe der Täter ihr zunächst den Mund zugehalten und sie zu Boden gestoßen. Der Täter soll dem am Boden liegende Opfer dann mehrmals den Kopf auf den Asphalt geschlagen haben, woraufhin die Frau die Uhr vom Handgelenk löste und sie gegen eine Wand warf. Der Mann nahm sich die Uhr und flüchtete damit aus der Tiefgarage in unbekannte Richtung. Die Frau blieb mit leichten Verletzungen zurück. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 führt die Ermittlungen und die Fahndung nach dem Täter.

Die Frau beschrieb den Täter als Mitte-20-jährigen Mann, etwa 1,65 Meter groß, sportlich, mit dunklerem Teint und einem gepflegten Erscheinungsbild. Er trug ein schwarzes Basecap und eine schwarze Jacke. Unmittelbar vor der Tat wurde in dem Parkhaus ein grauer Fiat gesichtet, der möglicherweise etwas mit dem Überfall zu tun hat.

Ob die drei Überfälle miteinander in Verbindung stehen, ist noch nicht geklärt. Die Polizei prüfe, ob ein Zusammenhang besteht, sagte ein Sprecher.

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