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Defekte Minibar : Ein Verletzter bei Brand im Estrel Hotel

Im Hotel "Estrel" hat es in der Nacht zu Freitag gebrannt. Der Grund war offenbar eine defekte Minibar in einem Zimmer. Wegen des dichten Qualms kam ein Gast mit einer Rauchgasvergiftung in die Klinik.

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Um 3.49 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein, dass im Hotel "Estrel" an der Sonnenallee in Neukölln ein Brand ausgebrochen ist. Nach Angaben der Betreiber ist das Estrel mit 1125 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Im dritten Stock des zwölfgeschossigen Gebäudes war an einer Minibar in einem Zimmer ein Schwelbrand ausgesprochen. Der Grund ist nach Erkenntnissen der Polizei wahrscheinlich ein technischer Defekt gewesen. Die Rettungskräfte löschten den Schwelbrand und verhinderten, dass sich ein größeres Feuer ausbreiten konnte. Doch wegen der starken Verqualmung kam der 48-jährige Bewohner des Zimmers mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. "Er ist wieder zurück aus dem Krankenhaus und weiterhin als Gast bei uns untergebracht", sagte eine Estrel-Sprecherin. Während des Einsatzes ließ das Sicherheitspersonal des Hotels vorsorglich die komplette dritte Etage, auf der sich zwölf Zimmer befinden, räumen. "Die Gäste wurden woanders im Haus untergebracht. Es gab keine weiteren Verletzte", sagte sie. Alle Sicherheitsvorkehrungen hätten funktioniert, betont die Sprecherin. Alle Zimmer, Flure und öffentlichen Bereiche des Hauses seien mit Rauchmeldern ausgestattet. "Meines Wissens hat auch der Rauchmelder in dem Zimmer, in dem der Schwelbrand war, angeschlagen", sagt sie. Der Gast hatte die Rezeption verständigt, als er den Qualm bemerkte. Die Mitarbeiter alarmierten dann die Feuerwehr.

Die kommenden Tage werde die dritte Etage gesperrt bleiben, um die Zimmer zu reinigen und durchzulüften.

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