Drei Männer vor Gericht : Cannabisplantage in Ingenieurbüro angelegt

Wegen des Anbaus von Cannabis stehen seit Freitag drei Männer in Berlin vor dem Landgericht. Einem 69-Jährigen, seinem 47-jährigen Sohn und einem weiteren 49-Jährigen wird bandenmäßiger Drogenanbau zur Last gelegt.

Die Angeklagten wollten zum Prozessauftakt keine Angaben machen. Zwischen Oktober 2009 und Mai vergangenen Jahres sollen sie in den Geschäftsräumen eines Ingenieurbüros in Wedding eine professionelle Cannabisplantage betrieben haben. Bei der Durchsuchung der Räume im Mai vorigen Jahres wurden laut Staatsanwalt zehn Kilogramm Rauschgift in verschiedenen Behältnissen gefunden.

Die Polizei war im Zusammenhang mit einem Brand in den Gewerberäumen im Mai 2010 auf die illegale Plantage gestoßen.

Bereits im Jahr 2006 sollen Vater und Sohn mit dem Aufbau und der Einrichtung begonnen haben. Laut Anklage hatten sie im Frühjahr 2006 die Gewerberäume gemietet. Die Hinterzimmer des 230 Quadratmeter großen Ingenieurbüros sollen dann von beiden für den Cannabisanbau hergerichtet worden sein. Dabei habe der Sohn die Bestellung der dafür erforderlichen technischen Geräte übernommen, während sein Vater die anfallenden Stromkosten bezahlte. Der dritte Angeklagte soll erst im Oktober 2009 hinzugekommen und hauptsächlich für die Pflege sowie Verarbeitung der erntereifen Pflanzen verantwortlich gewesen sein.

Nach Angaben des Gerichts hatte der 69-jährige Angeklagte im Ermittlungsverfahren eine Beteiligung am Cannabisanbau eingeräumt, während sein Sohn dazu geschwiegen hatte. Der 49-jährige Mittäter habe nur „sehr pauschal eine Gärtnertätigkeit“ zugegeben, hieß es. Der Prozess wird am 9. August fortgesetzt. (dapd)

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