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Drei Verletzte : Schießerei auf Trabrennbahn Karlshorst

Bei einer Boxveranstaltung auf der Berliner Trabrennbahn Karlshorst sind am Freitagabend bei einer Schießerei drei Menschen schwer verletzt worden. Möglicherweise handelt es sich um einen Familienkonflikt.

In dieser Halle der Trabrennbahn Karlshorst fielen am Freitagabend die Schüsse.
In dieser Halle der Trabrennbahn Karlshorst fielen am Freitagabend die Schüsse.Foto: dapd

Die drei Opfer seien notoperiert worden, Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, sagte am Samstag ein Polizeisprecher. Ein 44-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden und sollte noch am Samstag wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Hintergründe der Tat, die sich in einem zur Berliner Trabrennbahn Karlshorst gehörenden Veranstaltungsraum ereignete, seien noch unklar, hieß es weiter. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen.

44-Jähriger dringt in Umkleideraum der Boxerin ein

Nach Polizeiangaben hatte der Mann mit mehreren Schüssen aus einer scharfen Waffe zwei Männer und eine Frau schwer verletzt. Bisherigen Ermittlungen zufolge stürmte der 44-jährige Mann gegen 23.00 Uhr während einer Boxveranstaltung zu den Umkleideräumen der Sportler und schoss zunächst auf zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Alter von 34 und 36 Jahren, wie die Polizei mitteilte.
Anschließend sei der Tatverdächtige in einen Umkleideraum eingedrungen und habe mehrere Schüsse auf seine 26-jährige Stieftochter abgegeben, die sich gerade auf ihren Boxkampf vorbereitet habe. Die alarmierten Beamten hätten den mutmaßlichen Schützen kurz nach der Tat festgenommen. Die Sportlerin wurde nach Informationen des Internetportals der "Berliner Morgenpost" anscheinend durch Treffer an Beinen, Kniescheibe und Hand schwer verletzt.

Nach Medienberichten handelt es sich um ein Familiendrama

Rund 800 Zuschauer hatten bei der Boxveranstaltung, die aufgrund der Schießerei abgebrochen wurde, unter anderem einen Kampf der ehemaligen Leichtgewicht-Doppelweltmeisterin und Profiboxerin Rola El-Halabi sehen wollen, wie das Internetportal der "Berliner Morgenpost" berichtet. Hintergrund der Schießerei ist dem Medienbericht zufolge offenbar ein Familiendrama um die Ulmer Profiboxerin. Nach Informationen der "Südwest Presse" handele es sich um einen Konflikt zwischen Stiefvater und Tochter. Beides wollte die Polizei nicht bestätigen. (dapd)

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