Dreieinhalb Jahre Haft für Judotrainer : Zehnjährige Cousine zu Sex gezwungen

Nach vier sexuellen Übergriffen auf seine zehnjährige Cousine muss ein 27-jähriger Judo-Trainer aus Berlin für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Mann hatte sein Opfer mit einem perfiden Trick zum Sex gezwungen.

Nach vier sexuellen Übergriffen auf seine zehnjährige Cousine muss ein Berliner Judo-Trainer für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Vor dem Landgericht in der Hauptstadt hatte der 27-Jährige die Vorwürfe gestanden und bereut. Der offenbar in das Mädchen verliebte Mann hatte sich in seiner Wohnung an dem Kind vergangen. Er hatte der Cousine angedroht, wenn sie nicht mitmache oder ihn verrate, werde er sich von einer Brücke in den Tod stürzen.

Die Situation war unvorstellbar schrecklich für das Mädchen, wie Richterin Iris Berger urteilte. Einem Kind die Verantwortung für den Tod zu übertragen, sei perfide. Mit seinem Verhalten habe der Verurteilte sehr große Schuld auf sich geladen, sagte Berger.

Das Mädchen erlitt Weinanfälle und Bauchschmerzen, musste wegen Übelkeit ins Krankenhaus. Inzwischen hat sich die Schülerin einigermaßen erholt. Der 27-Jährige hatte die Cousine trainiert. Bei Übernachtungen in seiner Wohnung in Spandau kam es hinter verschlossener Tür zum sexuellen Missbrauch.

Das Geständnis des Angeklagten ersparte dem Mädchen Aussagen vor Gericht. Die Mutter hatte den Mann im April angezeigt, nachdem sie auf dem Handy der Tochter SMS mit Liebesbotschaften entdeckt hatte.

(dapd)

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