Drogenhandel : Mutmaßliche U-Bahn-Dealer verhaftet

Monatelang hatten die Fahnder sie observiert. Am Donnerstag schlugen die Ermittler zu und verhafteten drei Hintermänner einer Heroinhändlerbande.

Die arabischstämmigen Brüder – sie sind 27, 18 und 16 Jahre alt – hatten laut Polizeiangaben Rauschgifthandel auf U-Bahnhöfen der Linie U 6 betrieben. Während des gestrigen Einsatzes durchsuchten die Beamten auch sechs Wohnungen in Neukölln, Lichtenberg, Mitte und Marzahn sowie einen Imbiss in Mitte. Geführt wurde der Einsatz von der extra für den Drogenhandel im öffentlichen Nahverkehr eingerichteten Spezialdienststelle „Sinod“ (Sicherheit im Nahverkehr ohne Drogen“).

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die drei Brüder mindestens schon seit Sommer 2008 den Verkauf von Heroin auf den Bahnhöfen Schwartzkopffstraße, Zinnowitzer Straße, Oranienburger Tor und Friedrichstraße gemeinschaftlich oranisiert haben – und zwar in einer straffen Arbeitsteilung: Der Älteste hat nach Angaben der Ermittler das Heroin besorgt, der Mittlere streckte und portionierte es, und der Jüngste verkaufte den Stoff mit acht weiteren Mittätern. Zwei dieser Verkäufer hat die Polizei bereits vor einigen Monaten gefasst. Die 15- und 16-Jährigen wurden zu Jugendstrafen verurteilt. Die Einnahmen aus dem Drogenverkauf (10 Euro pro Szenekugel Heroin) hatten die mutmaßlichen Dealer in dem Imbiss in Mitte zwischengelagert. tabu

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