Drogenhandel : Neun Kilo Marihuana geerntet - mehrjährige Haftstrafen

In einer früheren Fabrikhalle in Steglitz hatten sie Cannabis angebaut, die Polizei stellte im April dort 700 Töpfe mit Hanfpflanzen sicher. Jetzt verurteilte das Landgericht Berlin drei Männer zu Haftstrafen von drei bis dreieinhalb Jahren.

Wegen bandenmäßigen und bewaffneten Drogenhandels hat das Landgericht Berlin am Montag drei Männer zu Haftstrafen von drei bis dreieinhalb Jahren verurteilt. Die 30- bis 45-Jährige wurden schuldig gesprochen, von März 2008 bis April 2009 in einer früheren Fabrikhalle in Steglitz Cannabis zum Eigenverbrauch, aber auch zum Verkauf angebaut zu haben. Ein 31-jähriger Mitangeklagter wurde der Beihilfe zum Cannabishandel schuldig gesprochen und erhielt 18 Monate Haft auf Bewährung. Insgesamt neun Kilogramm Marihuana hatten sie im Tatzeitraum geerntet. Bei der Festnahme im April wurden rund 700 Töpfe mit Cannabispflanzen sichergestellt.

Zur Sicherstellung des Handels hatten sie im Eingangsbereich griffbereit Luftdruckgewehre aufbewahrt.  "Es war ein Zusammenschluss unter Freunden", hieß es im Urteil. Das Gericht ging davon aus, dass der 45-Jährige der "mentale Kopf" der Bande war. Gegen den selbstständigen Film-Requisiteur wurde die höchste Strafe verhängt.

Gemeinsam mit dem befreundeten jüngsten Mittäter habe er "das Ganze ins Leben gerufen", hieß es. Die beiden Mitangeklagten seien dann hinzugestoßen. Der 31-Jährige, der nach dem Verlust seiner Wohnung in der Fabrikhalle wohnte, hatte nach Überzeugung des Gerichts seine Freunde dabei unterstützt, indem er die Pflanzen in deren Abwesenheit versorgte. Er habe sich in einer gewissen Zwangslage befunden, um seine Unterkunft zu erhalten. (svo/ddp)

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