Durchsuchungen und Festnahmen in Berlin : Polizei und Zoll sprengen Drogenring

Am Mittwochmittag haben Polizei und Zoll einen in Berlin operierenden Drogenring gesprengt. Sechs Personen wurden festgenommen - sie sollen Drogen aus den Niederlanden geschmuggelt und verkauft haben.

Ziemlich ordentliche Menge: Dieses Foto der beschlagnahmten Drogen veröffentlichte die Polizei Berlin.
Ziemlich ordentliche Menge: Dieses Foto der beschlagnahmten Drogen veröffentlichte die Polizei Berlin.Foto: Polizei Berlin

Polizei und Zoll haben einen von Berlin aus operierenden Ring von Drogenschmugglern und -händlern zerschlagen. Es sei bereits seit einiger Zeit gegen den Ring ermittelt worden, teilte die Polizei mit. Unter anderem habe man zwei Zwischenlager ausgehoben, in denen die aus den Niederlanden eingeschmuggelte "Ware" bis zum Verkauf gelagert wurde. Der Ring soll hauptsächlich mit Cannabis - also Haschisch und Marihuana -, aber auch mit Kokain gehandelt haben.

Redirect Polizei und Justiz

Am Mittwoch wurden sechs Mitglieder des Drogenrings im Alter zwischen 39 und 41 Jahren festgenommen. Sie sollen am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Außerdem wurden elf Wohnungen in verschiedenen Teilen von Berlin sowie in Niedersachsen durchsucht - mit Erfolg: Nach Polizeiangaben wurden mehr als 50 Kilogramm Marihuana, 6 Kilogramm Haschisch, eine nicht näher benannte Menge Kokain und 260.000 Euro Bargeld sichergestellt - offenbar der Erlös aus dem Drogenhandel. Laut Polizei gab es auch in den Niederlanden eine Durchsuchung, bei der ebenfalls Drogen sichergestellt wurden.

Ebenfalls am Mittwoch hatte der Berliner Senat ein neues Konzept zur Bekämpfung des Cannabishandels und -konsums vorgestellt, das ab April umgesetzt werden soll: Demnach sollen "drogenfreie Räume" am Görlitzer Park und anderen Parkanlagen, rings um Schulen und Kitas sowie auf Bahnhöfen eingerichtet werden. Innerhalb dieser Räume soll schon der Besitz einer Kleinstmenge Cannabis strafrechtlich verfolgt werden. Ansonsten darf in Berlin eine Menge von 15 Gramm Cannabis als sogenannter "Eigenbedarf" mitgeführt werden, ohne dass dies strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde.

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