Durststreik am Alexanderplatz : Zwei Asylsuchende geben auf

Der Streik vor dem Berlin Congress Center geht weiter, obwohl zwei Asylsuchende entkräftet aufgeben mussten. Zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag gab es sieben weitere Rettungseinsätze.

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Laut Feuerwehr wurden am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag fünf Einsätze gefahren, bis Samstagnachmittag musste der Rettungswagen zwei weitere Male kommen. Damit summiert sich die Zahl der Einsätze seit Beginn des Hungerstreiks vor einer Woche auf insgesamt 24. Seit Dienstagnacht verzichten die Streikenden nicht nur auf Nahrung, sondern auch auf Flüssigkeiten.

Der gesundheitliche Zustand der Streikenden ist miserabel. Die Unterstützer teilten mit, dass in der Nacht zu Samstag zwei Streikende die Aktion abbrechen mussten. "Das gesundheitliche Risiko ist zu groß geworden", erklärte die Sprecherin. Damit befinden sich noch zwölf Personen im Hunger- und Durststreik. Am vergangenen Samstag waren 21 Asylsuchende in den Streik getreten. Sie wollen Verhandlungen über die Anerkennung als Flüchtlinge erzwingen und fordern die Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen.

Nach Aussage einer Sprecherin von "Asylum Rights Evolution" sind die Streikenden "weiter kämpferisch, obwohl sie nicht mehr so aussehen." Die Unterstützer hatten am Freitag eine Kundgebung vor dem Bundesministerium des Innern veranstaltet, um für das Anliegen der Streikenden einzutreten. Laut der Sprecherin werden die Forderungen seitens der Politik ignoriert: "Bisher hat sich absolut niemand bei uns gemeldet", sagte sie.

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