Ein Jahr nach Übergriff in Berlin-Lichtenberg : Polizei zeigt Bild eines mutmaßlichen Schlägers

Am 23. August 2014 wurde ein Mann in einem Parkhaus in der Landsberger Allee übel zusammengeschlagen. Die Suche nach den vier Tätern blieb erfolglos. Jetzt hat die Polizei das Foto eines Verdächtigen veröffentlicht.

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Die Polizei sucht diesen Mann. Er soll im August 2014 zusammen mit drei Komplizen einen Mann schwer verletzt haben.
Die Polizei sucht diesen Mann. Er soll im August 2014 zusammen mit drei Komplizen einen Mann schwer verletzt haben.Foto: Polizei

Es ging Vier gegen Einen, sie waren schwer bewaffnet. Die Vier passten ihr Opfer am 23. August 2014 um 21.35 Uhr in einem Parkhaus an der Landsberger 364 Allee in Lichtenberg ab, als es gerade sein Auto holen wollte. Die Angreifer besprühten den damals 29-jähriges Mann mit Reizgas, verpassten ihm Elektoschocks, verprügelten ihn mit Quarzsandhandschuhen und einem Baseballschläger. Das Opfer erlitt einen Beinbruch, Prellungen und Schürfwunden.

Schläger flüchteten in einem hellen Audi A3

Die vier Angreifer flüchteten hinterher mit einem hellen Audi A3 - bis heute konnten sie nicht gefunden werden. Deshalb hat die Polizei am Montag, fast ein Jahr nach der Tat, eine Öffentlichkeitfahndung eingeleitet und das Foto eines Verdächtigen veröffentlicht. Man sei ihm Zuge der Ermittlungen an das Foto gekommen, teilte die Polizei mit.

Die Ermittler vermuten, dass sich Täter und Opfer einen Tag vor der brutalen Prügelattacke in einer Diskothek in der Joachimsthaler Straße gestritten haben - damals blieb es aber "nur" bei Beleidigungen und Beschimpfungen. Nach Tagesspiegel-Informationen soll sich der Streit im "QDorf" abgespielt haben.

Wer den Mann auf dem Foto kennt, Angaben zu ihm, seinem Aufenthaltsort oder seinem Umfeld machen kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Der Verdächtige wird wegen schwerer Körperverletzung gesucht. Die Ermittlungen führt die Direktion 6 in der Bulgarischen Plänterwald. Die Telefonnummer lautet (030) 4664-672 500 bzw. (030) 4664-671 100. Wie immer freut sich auch jede andere Polizeidienststelle über sachdienliche Hinweise.

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