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Einsatz in Berlin-Lichterfelde : Razzia in Bushidos Aquaristik-Geschäft

Steuerfahndung und Polizei haben am Donnerstagmorgen mehrere Razzien bei Rapper Bushido durchgeführt, unter anderem in seinem Geschäft für Zierfische. Es soll um den Verdacht einer Steuerstraftat gehen.

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Der Rapper Bushido hat immer wieder Ärger mit dem Gesetz.
Der Rapper Bushido hat immer wieder Ärger mit dem Gesetz.Foto: dpa/BERND VON JUTRCZENK

In dem Aquaristik-Geschäft "Into the Blue" des Rappers Bushido am Hindenburgdamm hat es am Donnerstagmorgen eine Razzia der Steuerfahndung gegeben. Die Berliner Polizei leistete Amtshilfe. Durchsucht wurden zudem Wohn- und Geschäftsräume in Berlin, Potsdam und Kleinmachnow, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird auch gegen einen Steueranwalt. Zu den Hintergründen wollte sich Steltner nicht detailliert äußern, es handle sich aber um den "Verdacht einer Steuerstraftat".

Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido, der bürgerlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt, Probleme mit Polizei und Justiz hat. Erst im November 2015 hatte die Staatsanwaltschaft Bushidos Häuser in Lichterfelde und Kleinmachnow durchsucht. Dabei waren Computer und Beweismittel sichergestellt worden. Grund war seinerzeit ein angeblicher Einbruch in das Geschäft für Zierfische. Diesen hatte der Rapper im November 2014 angezeigt, dabei sei ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden. Die Staatsanwaltschaft zweifelte diese Version an und hatte nach eigenen Aussagen "konkrete Hinweise, dass es den Einbruch nicht gab". Deshalb wurde wegen Versicherungsbetrugs ermittelt. Bushido hatte das Geschäft am Hindenburgdamm im Sommer 2014 gemietet, aber erst im Frühjahr 2015 eröffnet.

Im Februar hatte der Rapper einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung akzeptiert. Er musste eine Geldstrafe von 135.000 Euro zahlen und gilt als vorbestraft.

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