Ermittlungen : Mutmaßliche Brandstifterin inhaftiert

Die 21-jährige Berlinerin, die in der Nacht zum vergangenen Montag versucht haben soll, in Friedrichshain ein Auto anzuzünden, sitzt seit Donnerstag wieder in Haft. Eine Sprühdose diente der Polizei als Beweis.

Die Polizei hatte die Frau bereits am Montagmorgen festgenommen, nach wenigen Stunden jedoch wieder freigelassen.

In der Meldung der Staatsanwaltschaft hieß es: „Die seitens der Staatsanwaltschaft Berlin angeordneten weiteren Ermittlungen führten jedoch zur Auffindung weiterer Indizien und Beweismittel, die nach Ansicht der Ermittler belegen, dass die Beschuldigte sich an dem fraglichen PKW aufgehalten und das Zündmittel gelegt hat.“ Nach Tagesspiegel-Informationen hatten die Ermittler bereits nach der Tat eine Sprühdose an dem Mazda Tribute entdeckt und das Beweismittel gesichert. Bei der 21-jährigen Alexandra R. wurde nun auch der Deckel der Sprühdose gefunden. Ob dieses Beweisstück zunächst übersehen worden war, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Doch wie berichtet, hatte es nach der vorläufigen Freilassung aus Justizkreisen geheißen, die Polizei habe unvollständig, ja sogar „schlampig“ gearbeitet.

Damit sitzt zum ersten Mal eine mutmaßliche Autoanzünderin in Untersuchungshaft. In den vergangenen Jahren war es der Polizei nie geglückt, Tatverdächtige beweissicher festzunehmen und in Haft zu behalten. Zwar hatte es in den vergangenen zwei Jahren vereinzelt Festnahmen gegeben, doch meistens wurden die Verfahren entweder eingestellt oder die Strafen fielen gering aus. Oppositionspolitiker hatten Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Polizeipräsident Dieter Glietsch immer wieder vorgeworfen, zu wenig gegen die politisch motivierten Brandanschläge auf Fahrzeuge zu tun. Eine von der CDU-Fraktion geforderte Sonderkommission lehnte die Polizei ab, änderte aber ihre Taktik. tabu

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben