Eurocity von Budapest nach Berlin : Lokführer-Sturz vermutlich Suizid

Die Polizei geht nach dem tödlichen Sturz eines Lokführers aus dem Triebwagen eines Zuges in der vergangenen Woche in Berlin von einem Suizid aus.

BerlinDie Polizei geht nach dem tödlichen Sturz eines Lokführers aus dem Triebwagen eines Zuges in der vergangenen Woche in Berlin von einem Suizid aus. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der 41-Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit in Suizidabsicht gehandelt habe, sagte ein Polizeisprecher. Darauf deuteten die gesicherten Spuren sowie die Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Mannes hin.

Letztlich werde aber immer "ein Fragezeichen" bleiben, da es keinen Abschiedsbrief oder ein entsprechendes Telefonat gebe, führte der Sprecher an. Eindeutige Spuren fehlten ebenfalls. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus. Für sehr unwahrscheinlich halten es die Beamten auch, dass der Lokführer beim Urinieren aus der Tür des Triebwagens fiel.

Der Mann aus dem brandenburgischen Erkner war am späten Donnerstagabend vergangener Woche in der Nähe des Berliner S-Bahnhofs Lichterfelde-Süd bei Tempo 120 aus dem Zug gestürzt und dabei getötet worden. Der Eurocity 170 von Budapest nach Berlin kam daraufhin durch eine automatisch eingeleitete Notbremsung zum Stehen. Die etwa 85 Passagiere blieben unverletzt.

Keine Erkenntnisse im zweiten Fall

Im Fall des am Samstag vergangener Woche zwischen den S-Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide bei einem Sturz aus einem Zug ums Leben gekommenen Polen hat die Polizei noch keine neuen Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauerten noch an, sagte der Sprecher. Der 23-Jährige fiel auf der Heimreise aus einem Toilettenfenster des Eurocity 47 von Berlin nach Warschau, welches zuvor eingedrückt worden war. (mit ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar