Explosion in Bank-Filiale : Erneut Geldautomat gesprengt

Erneut haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag gleich einen ganzen Geldautomaten gesprengt, um an Bares zu kommen. Die Täter konnten flüchten. Die Polizei ermittelt bereits wegen mehrerer Serien dieser Art.

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Die Anwohner des Ludolfingerplatzes in Reinickendorf wurden gegen 2.40 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. Im Vorraum der "Berliner Volksbank" hatten unbekannte Täter einen Geldautomaten gesprengt. Laut Polizei ist noch unklar, ob die Räuber auch etwas erbeutet haben. Zeugen sahen, wie zwei Männer kurz nach dem Knall in den Karmeliterweg flüchteten.

Die Methode, Geldautomaten zu sprengen, ist bei Verbrechern seit etwa zweieinhalb Jahren populär. Meist benutzen die Täter ein Gasgemisch, um die Behälter zur Explosion zu bringen. Mehr als zehn Geldautomatensprengungen hat es seit August 2009 in Berlin gegeben. Die Fälle werden von der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Berlin Brandenburg“ bearbeitet.

Erst am 3. Januar waren zwei Täter gefasst worden, die in Lindow (Ostprignitz-Ruppin) versucht hatten, einen Geldautomaten in die Luft zu sprengen. Sie waren dabei jedoch dilettantisch vorgegangen. Die beiden Männer sitzen seither in Haft.

Zweimal in kurzer Folge hatte es, wie berichtet, eine Postbank-Filiale in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg getroffen. Dort hatten unbekannte Täter zunächst Mitte Januar versucht, die Geldautomaten im Vorraum zu sprengen - allerdings erfolglos. Sie mussten zunächst ohne Beute flüchten. Drei Wochen später waren - wahrscheinlich dieselben Täter - erfolgreicher. Ihnen gelang die Flucht diesmal mit Beute. Allerdings hielt sich die Polizei mit Informationen über das Geld, das die Täter durch den Coup erlangten, zurück.

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