Fall Mark Kennedy : Grüne wollen gegen britischen Undercover-Polizisten ermitteln lassen

Die Grünen wollen Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen unbekannt erstatten – Hintergrund ist der Umgang der Behörden mit dem britischen Ex-Undercover-Polizisten Mark Kennedy, der sich in Berlin an Straftaten beteiligt haben soll.

von

Der Staatsschützer war unter dem Tarnnamen Mark Stone in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Berlin aktiv, wobei seine Aufenthalte in der Hauptstadt laut Bundeskriminalamt (BKA) „nur der Stützung der Legende“ gedient hätten. Dabei hatte Stone bei einer Demonstration von Autonomen 2007 in Mitte einen Müllcontainer angezündet. Mindestens dieses Verfahren wurde jedoch „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt.

Der Einsatz des Agenten in der linken Szene hatte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) in Bedrängnis gebracht. Nach Darstellung des BKA, das von der britischen Polizei 2007 über den Einsatz des Mannes vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm informiert worden war, sollen alle Bundesländer, in denen Kennedy aktiv gewesen ist, ausreichend benachrichtigt worden sein. Körting hatte beteuert, die Berliner Polizei sei nur vage mündlich informiert worden.

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben