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Feuer in Schöneberg : Fünf Autos von Europcar abgebrannt

Auf dem Parkplatz der Mietwagenfirma Europcar in Schöneberg haben in der Nacht zu Freitag fünf Autos gebrannt. Bewohner des Seniorenheims, das sich darüber befindet, mussten raus aus den Appartements.

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Im Hintergrund ist eines der angezündeten Autos zu sehen, auch der Mercedes im Vordergrund ist beschädigt.
Im Hintergrund ist eines der angezündeten Autos zu sehen, auch der Mercedes im Vordergrund ist beschädigt.Foto: Tanja Buntrock

Nach dem Feuer auf dem Parkplatz der Mietwagenfirma Europcar an der Ansbacher Straße/Ecke Kurfürstenstraße in Schöneberg hat die Spurensicherung am Freitag das Gelände abgesperrt und untersucht. Gleich fünf Fahrzeuge - ein Opel, ein Seat und zwei Mercedes- der Leihwagenfirma sowie ein Privatwagen, ein Golf, waren in der Nacht zu Freitag teilweise fast völlig ausgebrannt. Ein Passant hatte gegen 0.30 Uhr die Feuerwehr gerufen. "Nur durch den Einsatz der Feuerwehrleute konnte ein weiteres Übergreifen auf eine dort ebenfalls befindliche Zapfsäule verhindert werden", hieß es im Polizeibericht. Verletzt wurde niemand.

Derzeit ermittelt ein Brandkommissariat. Laut Polizei ist momentan kein "politisch motivierter Tathintergrund" erkennbar. Die Beamten prüften, ob es sich bei dem Feuer überhaupt um eine Brandstiftung handelte. Nicht ausgeschlossen sei auch, dass ein technischer Defekt an einem der Fahrzeuge die Ursache für das Feuer ist, das dann auf andere Autos übergriff.

Der Parkplatz liegt unterhalb eines achtgeschossigen Eckgebäudes. In diesem befinden sich auch Appartements des Seniorenheims "Ruhesitz am Zoo". "Die Bewohner einiger Appartements, in die der Qualm gezogen war, sind von uns zur Sicherheit aus ihren Wohnungen geholt worden", erzählt die Heimleiterin. "Wir haben sie ins Restaurant geführt und warmen Tee ausgeschenkt", sagt sie. Allen Bewohnern gehe es gut. "Nachdem wir durchgelüftet hatten, konnten sie auch wieder zurück in ihre Appartements." Das Seniorenheim sei mit Rauchmeldern in den Korridoren und Wohnungen ausgestattet, "die haben auch angeschlagen, als der Qualm hinaufzog", erzählt die Leiterin. Eine Bewohnerin des Hochhauses gegenüber dem Parkplatz habe mehrere "heftige Knallgeräusche" gehört und sei wach geworden. "Das klang so, als werfe sich jemand mit voller Wucht gegen eine geschlossene Tür". Danach roch sie schon beißenden Qualm, der vom Parkplatz bis zu ihrer Wohnung gezogen war. "Flammen habe ich nicht gesehen. Aber man kann froh sein, dass niemand verletzt wurde bei dem Feuer", sagt sie.

Eine Sprecherin von Europcar betonte, dass das Büro der Firma, das sich einige Meter vom Parkplatz entfernt befindet, nicht betroffen sei und der Betrieb ganz normal weiter laufe. Über die Höhe des Schadens sei noch nichts bekannt.

Erst am Mittwochabend hatte es auf einem Autohandelsplatz in Niederschöneweide gebrannt. 19 Autos und zwei Wohnwagen waren teilweise schwer beschädigt worden.

Mitte Juni waren bei einem Feuer auf dem Gelände eines Citroën-Autohauses in Lichtenberg zehn Fahrzeuge zerstört worden. Hier geht die Polizei von einem politischen Tatmotiv aus: Die Täter wollten Solidarität mit Griechenland zeigen, weil die griechische Polizei mit Wagen dieser Firma fährt.

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