Feueralarm in Berliner Gefängnis : Sieben Justizangestellte nach Brandstiftung in JVA Heidering verletzt

Ein 24-jähriger Häftling hat am Sonnabend in der JVA Heidering in Großbeeren das Mobiliar in seiner Zelle in Brand gesteckt und sich verbarrikadiert. Sieben Justizangestellte wurden durch den giftigen Rauch verletzt. Der Häftling blieb unverletzt - denn er stand am offenen Fenster.

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Foto: dpa

Gegen 5.30 Uhr gellte ein Hilfeschrei durch das Haus 3 des erst vor zwei Jahren eröffneten Gefängnis im brandenburgischen Großbeeren. In einer Zelle in der obersten Ebene 3 hatte der Gefangene Feuer entfacht und sich dann an das geöffnete Fenster gestellt. Nach Angaben eines Mitgefangenen soll sich der aus Polen stammende Mann verbarrikadiert haben, Justizangestellte sollen ihn mit Gewalt aus der brennenden Zelle geholt haben. Das Feuer sollen sie mit Feuerlöschern selbst gelöscht haben. Zwei Justizangestellte atmeten so viel giftiges Rauchgas ein, dass sie in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Die anderen fünf konnten ambulant behandelt werden. 17 Inhaftierte aus der Ebene wurden aus ihren Zellen geholt, sie konnten erst gegen 10 Uhr zurück. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen - auf dieses Delikt steht mindestens ein Jahr Gefängnis. Wie hoch der Schaden ist, ist unklar. Obwohl Heidering in Großbeeren steht, ist es ein Berliner Gefängnis.

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