Feuerteufel : Hellersdorfer Brandserie setzt sich fort

Die gefährliche Brandserie in Hellersdorf scheint sich fortzusetzen: In der Nacht zu Donnerstag brannte es gleich dreimal innerhalb von einer Stunde. Seit dem Frühjahr wurden bereits mehr als 70 Feuer gelegt.

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Noch einmal gut gegangen: Die Feuerwehr konnte einen brennenden Kinderwagen in einem Hellersdorfer Hausflur rasch löschen: Aufmerksame Mieter hatten die Feuerwehr alarmiert. Immer wieder sind Kinderwagen in Hausfluren das Ziel von Brandstiftern.Alle Bilder anzeigen
Foto: Andreas Meyer
27.10.2010 08:13Noch einmal gut gegangen: Die Feuerwehr konnte einen brennenden Kinderwagen in einem Hellersdorfer Hausflur rasch löschen:...

In den letzten Tagen war es still geworden, um den oder die Brandstifter, die wochenlang in Hellersdorf die Anwohner in Atem hielten. Doch jetzt scheint sich die gefährliche Brandserie fortzusetzen.

In der Nacht zu Donnerstag brannte es gleich dreimal innerhalb von einer Stunde. Gegen 22.15 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehr zur Stollberger Straße. Hier hatten Unbekannte einen Müllcontainer angezündet. Die Einsatzkräfte konnten schnell löschen.

Eine halbe Stunde später bemerkte ein aufmerksamer Hausbewohner im Teterower Ring einen Feuerschein im Keller. Der Mann löschte mit einem Eimer Wasser eine brennende Decke, die in einem Kellerverschlag als Sichtschutz angebracht war, und rief die Polizei.

Um 23.30 Uhr wurde schon der nächste Brand gelegt. Dieses Mal auf dem Gelände einer Schule in der Kastanienallee. Hier stand ein Müllcontainer neben der Turnhalle in Flammen.

Verletzt wurde bei allen Bränden niemand. Alle Tatorte sind innerhalb von 30 Minuten bequem zu Fuß zu erreichen. Vermutlich sind dieselben Täter für alle drei Feuer verantwortlich. Das Brandkommissariat des Landeskriminalamtes nahm wie bei den bisherigen Brandstiftungen DNA-Spuren von Tatorten, um zumindest zu klären, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder mehrere Zündler am Werk sind. Seit dem Frühjahr wurden schon mehr als 70 Feuer im Bezirk gelegt. Trotzdem gibt es noch immer keine konkrete Spur zu den Tätern. Mehrere Menschen wurden bereits verletzt. In einigen Fällen hätte es beinahe Tote gegeben.

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