Feuerwehr im Dauereinsatz : Erneut Brand in einem Treppenhaus gelegt

Dieses Mal trifft es Friedrichshain: In einem Hausflur brennt Altpapier. Auch wegen Unglücksfällen musste die Feuerwehr in der Nacht zu Montag mehrmals ausrücken. Eine Pflegerin rettete einen Rentner - in letzter Minute.

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Die Feuerwehr musste am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag mehrmals zu Bränden ausrücken. In einem Fall handelte es sich erneut um Brandstiftung in einem Treppenhaus – diesmal in Friedrichshain.

Gegen kurz vor drei Uhr bemerkte eine Mieterin in einem Hausflur in der Boxhagener Straße Brandgeruch und rief die Feuerwehr. Das Kleinfeuer in einem Papiermüllkorb unter den Briefkästen in der Hofdurchfahrt konnte schnell gelöscht werden. Weil das Feuer so schnell entdeckt wurde, waren die Mieter nicht in Gefahr. Die Kripo ermittelt. Damit hält die Serie von Brandstiftungen in Treppenhäusern an. Bei einer solchen Tat am 12. März in der Neuköllner Sonnenallee waren drei Menschen ums Leben gekommen. Bislang sind dazu 75 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Vom Täter fehlt jedoch jede Spur.

Ebenfalls am Sonntagabend hatten die Feuerwehrleute nach einem Wohnungsbrand in der Wohlgemuthstraße in Baumschulenweg einen Toten entdeckt. Am Montag bestätigte die Polizei, dass es sich bei der Leiche um den Mieter der Wohnung handelte. Die Ursache ist noch unklar. Vorsätzliche Brandstiftung werde jedoch ausgeschlossen.

Dank einer aufmerksamen Pflegerin sind am Sonntagabend die Bewohner eines Wilmersdorfer Altenheims vor einer Katastrophe bewahrt worden: Gegen 23 Uhr löste ein Brandmelder in dem Heim an der Bundesallee Alarm aus. Laut Polizei gelang es der Pflegerin „in letzter Minute", den Bewohner des Zimmers zu retten, in dem bereits eine Couch lichterloh brannte. Das Pflege- und Betreuungspersonal begann kurz nach 23 Uhr sofort mit der Evakuierung der betroffenen Etage und brachte alle Patienten und Bewohner in Sicherheit. Die Pflegerin wurde bei ihrer Rettungsaktion leicht verletzt. Der Bewohner des Zimmers, in dem der Brand ausgebrochen war, konnte aufgrund „seines altersbedingten Gesundheitszustandes“, wie es hieß, bislang nicht befragt werden.

In Marienfelde bemerkte eine 15-Jährige gegen 18.40 Uhr Brandgeruch im Kinderzimmer der elterlichen Wohnung in der Hildburghauser Straße. Das Mädchen hatte laut Polizei einen Knall gehört und dann gesehen, dass Flammen aus dem Fernseher schlugen und bereits auf die Fensterbank und die Gardinen übergegriffen hatten. Verletzt wurde niemand. Die Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Ein Brandkommissariat ermittelt. tabu

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