Flucht vor der Polizei : Tankbetrug mit Vaters Auto endete am Holzzaun

Eine Spritztour mit "Papas BMW" endete am Sonntag für zwei Tankbetrüger in Charlottenburg nach einer rasanten Flucht vor der Polizei in der Gefangenensammelstelle.

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"Los, fahr los"! Diese Worte hatte der Beifahrer eines BMW dem Fahrer an einer Tankstelle in der Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg zugerufen, nachdem sie Sprit getankt hatten, ohne zu bezahlen. Eine Zivilstreife, die zufällig auch dort war, hörte das Ganze mit und verfolgte das flüchtende Auto am Sonntagabend. Über Funk erfuhren die Beamten, dass die Kennzeichen, die am BMW angebracht waren, gestohlen wurden und eigentlich zu einem Renault Twingo gehören.

Der flüchtenden Tankbetrüger rasten mit hohem Tempo durch die Straßen und ignorierte dabei mehrere rote Ampeln. Dabei brachten sie Fußgänger und andere Autofahrer in Gefahr. Es sei nur der "schnellen Reaktion der übrigen Verkehrsteilnehmer zu verdanken, dass es zu keinen Unfällen kam und niemand verletzt wurde", hieß es bei der Polizei.

Die Fluchtfahrt des BMW führte über die Otto-Suhr-Allee, Lise-Meitner-Straße, Osnabrücker Straße, Tegeler Weg, Kurt-Schumacher-Damm, Rohrdamm und Saatwinkler Damm sowie am Flughafen Tegel vorbei. Dann bogen sie in die "Straße 70" einer Kleingartenkolonie ein, wo der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlor. Dieser drehte sich, prallte gegen einen Betonpfeiler und kam am Holzzaun zum Stehen.

Kurz darauf nahm die Polizei den 35-jährigen Fahrer mit. Er ist der Sohn des BMW-Besitzers. Auch der 30-jährige Begleiter wurde mit ins Gewahrsam genommen, wo beide vernommen wurden. Während der Jüngere schwieg, gestand der Ältere, die Kennzeichen gestohlen zu haben, um den Tankbetrug durchzuziehen. Gegen beide Männer wird nun ermittelt.

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