Flüchtlingsheim in Berlin-Pankow : Tatverdächtiger für Brandstiftung ist kein Rechtsextremist

Ein Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im Pankower Ortsteil Buch ist offenbar aufgeklärt. Der mutmaßliche Brandstifter soll aus dem Umfeld des Heimes stammen.

von
Die bunte Anlage an der Groscurthstraße besteht aus 578 Containern und wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben.
Die bunte Anlage an der Groscurthstraße besteht aus 578 Containern und wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben.Foto: Paul Zinken/dpa

Nach der Brandstiftung in einer Containerunterkunft für Flüchtlinge im Pankower Ortsteil Buch im August ist nun ein Verdächtiger ermittelt wurden. Dies teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Sonnabend mit. Gegen den Mann laufe ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung, er ist auf freiem Fuß. Weitere Details nannte Steltner nicht.

Bei dem Brand am 8. August hatten sechs Bewohner Rauchvergiftungen erlitten. Dem Vernehmen stammt der Beschuldigte nicht aus dem rechtsextremistischen Bereich, sondern aus dem Umfeld des Heimes. Ob es sich um einen Bewohner handelt oder der Mann zu den Angestellten gehört, blieb unklar.

Bei der Suche nach der Brandursache hatten die Experten der Kriminalpolizei einen technischen Defekt ausgeschlossen. Die Ermittlungen hatte zwar der für politische Delikte zuständige Staatsschutz der Polizei übernommen, Innensenator Frank Henkel hatte kurz nach der Tat aber bereits gesagt: "Ich empfehle jedoch jedem, beim jetzigen Stand der Ermittlungen keine Vorfestlegung in irgendeine Richtung zu treffen.“

Autor

8 Kommentare

Neuester Kommentar