Friedrichshain : Polizei stoppt nach Enttarnung Videoüberwachung der Liebigstraße

Nachdem die linke Szene in der Liebigstraße eine Überwachungskamera enttarnt hat, wurde diese von der Polizei abgebaut. Es waren zahlreiche Anschläge auf das ehemals besetzte Haus in der Liebig 14 verübt worden.

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Die "Liebig 14" - Am 2. Februar 2011 wurde das links-alternative Wohnprojekt in Berlin-Friedrichshain geräumt. Wir haben die Geschichte dieser wahrlich bewegten Tage zusammengefasst - in Bildern natürlich.Weitere Bilder anzeigen
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02.02.2012 13:22Die "Liebig 14" - Am 2. Februar 2011 wurde das links-alternative Wohnprojekt in Berlin-Friedrichshain geräumt. Wir haben die...

Bewohner des linken Hausprojektes „Rigaer 94“ hatten auf ihrer Internetseite Fotos der Kamera eingestellt und deren Beseitigung verlangt. Die Rigaer 94 ist im gleichen Gebäudeblock wie das im Februar geräumte Haus Liebigstraße 14, auf das seitdem zahlreiche Anschläge verübt worden sind. Die Szene sprach von vier Kameras hinter Dachfenstern einer Grundschule, die Polizei von lediglich einer.

Ein Sprecher sagte am Sonnabend, dass sich „gegenwärtig keine Kamera der Polizei Berlin“ dort befindet. Der Sprecher begründete die Überwachung mit „einer Reihe von schweren Straftaten in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres und weil weitere Straftaten zu befürchten“ waren. Während die Bewohner mitteilten, dass auch Wohnungen im Blick der Kamera waren, hieß es im Präsidium, dass die „Erfassung von Wohnbereichen ausgeschlossen war“.

In den vergangenen Monaten war es zu zahlreichen Anschlägen auf die Liebigstraße 14 gekommen. Unter anderem wurde der Dachboden angezündet, Dachbalken angesägt und Steine auf das Gebäude geworfen. Das Haus wird zurzeit modernisiert und soll in Kürze wieder vermietet werden.

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