Friedrichshain : Polizei stoppt nach Enttarnung Videoüberwachung der Liebigstraße
- Die "Liebig 14" - Am 2. Februar 2011 wurde das links-alternative Wohnprojekt in Berlin-Friedrichshain geräumt. Wir haben die Geschichte dieser wahrlich bewegten Tage... - Foto: dpa
- Blumen, Kerzen und Kreuze liegen am Eingang des geräumten Hauses und zeugen von einem ehemaligen Widerstand. Bei den Krawallen im vergangenen Jahr wurden 61 leicht verletzt, 82... - Foto: dpa
- "10 neue Projekte werden an dieser Stelle entstehen", heißt es auf einem Banner, der sich quer über das Haus legt. Damit hatten die Besetzer im letzten Jahr nicht Unrecht, denn... - Foto: dpa
Bewohner des linken Hausprojektes „Rigaer 94“ hatten auf ihrer Internetseite Fotos der Kamera eingestellt und deren Beseitigung verlangt. Die Rigaer 94 ist im gleichen Gebäudeblock wie das im Februar geräumte Haus Liebigstraße 14, auf das seitdem zahlreiche Anschläge verübt worden sind. Die Szene sprach von vier Kameras hinter Dachfenstern einer Grundschule, die Polizei von lediglich einer.
Ein Sprecher sagte am Sonnabend, dass sich „gegenwärtig keine Kamera der Polizei Berlin“ dort befindet. Der Sprecher begründete die Überwachung mit „einer Reihe von schweren Straftaten in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres und weil weitere Straftaten zu befürchten“ waren. Während die Bewohner mitteilten, dass auch Wohnungen im Blick der Kamera waren, hieß es im Präsidium, dass die „Erfassung von Wohnbereichen ausgeschlossen war“.
In den vergangenen Monaten war es zu zahlreichen Anschlägen auf die Liebigstraße 14 gekommen. Unter anderem wurde der Dachboden angezündet, Dachbalken angesägt und Steine auf das Gebäude geworfen. Das Haus wird zurzeit modernisiert und soll in Kürze wieder vermietet werden.










