Fußball-Krawalle : Ausschreitungen in der Regionalliga Nord

Leipziger Hooligans nutzten ein Regionalligaspiel in Berlin, um ihre interne Feindschaft auszutragen. Anhänger vom 1. FC Lok Leipzig gerieten mit Fans von Sachsen Leipzig aneinander. Ein Großeinsatz der Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

BerlinWährend des Fußballspiels zwischen Türkiyemspor und Sachsen Leipzig in Prenzlauer Berg ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen. Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen und Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes und versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Während der Partie provozierten ebenfalls angereiste Anhänger des Fußballklubs 1. FC Lok Leipzig die Gästefans von Sachsen Leipzig durch Sprechchöre und Transparente. Als diese den Polizeiangaben zufolge auf die Provokateure losgingen, wurden sie von eingesetzten Polizisten aufgehalten.

Feindschaft aus DDR-Zeiten

Sechs Männer wurden vorläufig festgenommen, wodurch die Lage beruhigt und das Spiel ohne weitere Störungen fortgesetzt werden konnte. Zwei der Festgenommenen wurden nach Aufnahme der Personalien entlassen. Die übrigen vier mussten sich in einer Gefangenensammelstelle einer Blutentnahme unterziehen und wurden anschließend auf freien Fuß gesetzt. Es waren rund 75 Polizisten im Einsatz. 

Zwischen den beiden Leipziger Klubs herrscht seit DDR-Zeiten eine erbitterte Rivalität - damals zwischen Chemie (so hießen die Sachsen) und Lok Leipzig. Im Dezember hatten Lok-Leipzig-Hooligans mehrfach Weihnachtsfeiern von Sachsen-Leipzig-Anhängern angegriffen, wobei es zahlreiche Verletzte gab. Im Oktober vergangenen Jahres war es auch bei einem Landesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und der zweiten Mannschaft von Dynamo Dresden zu schweren Ausschreitungen gekommen. (goe)

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