Gammelfleisch-Prozess : Saftige Geldstrafe für Döner-King

Remzi K., der bekannte Döner-Produzent, wurde vom Amtsgericht Tiergarten zu einem Bußgeld von 40.000 Euro verdonnert. Er war schuldig befunden worden, 4500 Kilo Gammelfleisch gelagert zu haben.

BerlinIm "Berliner Gammelfleischprozess" sprach das Amtsgericht Tiergarten am Donnerstag ein Urteil: Jetzt muss der bekannte deutsch-türkische Döner-Produzent Remzi K. 40.000 Euro Geldstrafe zahlen. Der Unternehmer war angeklagt worden, weil er im September 2006 in seinem Weddinger Betrieb bis zu 4500 Kilo sogenanntes Gammelfleisch gelagert haben soll. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren das Kalbfleisch und die Spieße "ekelerregend und nicht für den menschlichen Verzehr geeignet".

Außerdem soll der Döner-Produzent die Ware mit falschen Herkunftsangaben oder falschen Zusammensetzungen deklariert und Identitätskennzeichen für Lieferungen ins Ausland gefälscht haben. Der Anklage zufolge wies der Döner-Produzent Kalbfleisch als Produkt aus Berlin-Brandenburg aus, obwohl es aus Frankreich kam. Auch soll er Döner-Spieße mit 84-prozentigem Hackfleischanteil in Umlauf gebracht haben, obwohl nur 60 Prozent zugelassen sind.
Remzi K. erschien nicht zur Verhandlung

Der Unternehmer beteuerte immer wieder seine Unschuld und betonte, das Fleisch sei ihm bereits im verdorbenen Zustand geliefert worden. Der 48-jährige Unternehmer war am Donnerstag auch nicht zur Verhandlung erschienen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Prozess daher in ein Strafbefehlsverfahren übergeleitet und die Geldstrafe per Strafbefehl erlassen. Remzi K. kann dagegen noch Einspruch einlegen. (kda/ddp)

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