Geldtransporter-Überfall : Weiter Fahndung nach Mahlsdorfer Raubmördern

Rund ein Jahr sind seit den tödlichen Schüssen auf einen Geldtransporteur in Berlin-Mahlsdorf vergangen. Die Täter sind noch immer nicht gefasst. Nun hat die Polizei ein weiteres Phantombild veröffentlicht.

BerlinDie Ermittler erhofften sich neue Hinweise, so ein Polizeisprecher. Bei dem Abgebildeten müsse es sich nicht zwangsläufig um einen der Täter handeln. Er könne auch ein Unbeteiligter sein. Der Gesuchte wurde laut Polizei von einem Zeugen in Pankow zusammen mit dem mutmaßlichen Fahrer des Fluchtwagens gesehen.

Bei dem Überfall am 11. August 2006 war ein 40-jähriger Wachmann erschossen worden. Als er zusammen mit einem Kollegen an einer Sparkassen-Filiale am Hultschiner Damm einen Geldautomaten auffüllen wollte, eröffnete einer der drei Täter das Feuer und traf den Mann tödlich. Die Räuber flüchteten mit ihrer Beute in einem zuvor gestohlenen schwarzen "Audi A6 Avant", an dem das ebenfalls entwendete Kennzeichen "B-DJ 2061" angebracht war. Das Auto wurde später ausgebrannt im brandenburgischen Altlandsberg gefunden.

Bislang keine heiße Spur

Der Gesuchte ist vermutlich Deutscher, etwa 30 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und hat eine normale bis sportliche Figur. Er hat sehr ausgeprägte Tränensäcke und trug damals kurzes, dunkles Haar. Die Polizei sucht Zeugen, die den auf dem Phantombild abgebildeten Mann kennen.

Laut Polizei erbrachte die bisherige Veröffentlichung von zwei Phantombildern des Fluchtwagenfahrers sowie des Todesschützen eine hohe Anzahl von Hinweisen. Eine heiße Spur sei jedoch nicht dabei gewesen. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung in Höhe von bis zu 35.000 Euro ausgesetzt. (mit ddp)

Das Phantombild der Berliner Polizei finden Sie hier.

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