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Gescheiterte Entführung in Berlin-Marzahn : Passanten retten 15-Jährige vor Bewaffnetem

Durch couragiertes Eingreifen haben zwei Männer in der Nacht zum Montag die Entführung einer 15-Jährigen verhindert. Ein bewaffneter Mann hatte versucht, das Mädchen in sein Auto zu zerren.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Zwei Passanten haben in der Nacht zum Montag in Berlin-Marzahn mit großer Zivilcourage die Entführung eines Mädchens verhindert. Die 15-Jährige ging um kurz nach 0 Uhr die Mehrower Allee entlang nach Hause, als ein Mann sie mit einer Schusswaffe bedrohte und versuchte, sie in seinen Wagen zu zerren, wie die Polizei mitteilte.

Das Mädchen schrie so laut es konnte. Der 37-jähriger Passant eilte herbei und sprach den Verdächtigen an, woraufhin dieser ihm mit der Waffe drohte. In diesem Moment riss sich das Mädchen los und rannte weg.

Der Angreifer sprang daraufhin in sein Auto. Ein 27-jähriger Anwohner, der inzwischen ebenfalls am Tatort angekommen war, wollte das Fluchtauto fotografieren. Doch der Verdächtige beschleunigte auf ihn zu, sodass sich der Fotograf mit einem Hechtsprung Sicherheit bringen musste. Immerhin konnten sich die Zeugen das Nummernschild des Fluchtwagens merken und der Polizei mitteilen.

Die Beamten fuhren sofort zum Wohnort des Wagenhalters in der Petersburger Straße, wo sie den Verdächtigen aufgriffen, als er einparkte.

Im Wagen fand die Polizei eine Schreckschusspistole. Die Hintergründe der Tat und ob der Verdächtige das Mädchen kannte, waren zunächst unklar. Der 46-Jährige Mann stand offenbar unter Medikamenten-Einfluss.

Mitte Mai war eine 18-Jährige in Kaulsdorf ebenfalls auf dem Nachhauseweg angegriffen und von einem Sexualtäter erwürgt worden.

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